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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

The Cautionary Tales Of Mark Oliver Everett

Eels

Wo bei Eels seit der Jahrtausendwende für knapp ein Jahrzehnt lang Blues, Pop und Poesie verschmolzen, ist heute oftmals nur noch getragenes Piano und Kummerkasten.
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Liegt es an einem selbst, oder hat Mark Oliver Everett seine Traurigkeit in der Vergangenheit charmanter verpackt? Der Sänger, Songwriter und Kopf der amerikanischen Indierock-Institution Eels badet mit seinem neuen Album 13 Stücke lang im Selbstmitleid und setzt seinen Weg von der täglich gehörten Lieblingsband ins Abseits des Plattenschranks fort. Dass die Lieder einem »personal struggle« entstammen, ist beinah klassisch für den Musiker, dessen persönliche Schicksalsschläge schon immer große Teile der Pressemitteilungen füllten. Wie beiläufig, fast beliebig sie klingen, schmerzt ein wenig.

Wo seit der Jahrtausendwende für knapp ein Jahrzehnt lang Blues, Pop und Poesie verschmolzen, ist heute oftmals nur noch getragenes Piano und Kummerkasten. Bis zu »Answers«, dem ersten wirklich einfühlsamen Lied auf »The Cautionary Tales ...«, hat man zehn Stücke lang einen gealterten Grantler dabei beobachtet, das eigene bärtige Image zu pflegen. Doch noch ist Everett kein elder statesman, auch wenn er mit »Mistakes Of My Youth« Selbstreflexion betreibt, die selbst dem schärfsten Kritiker nahegeht.

 

In drei Worten: Bart / Baden / Selbstmitleid