×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

»Violence«

Editors

Mit Gewalt wollen die Editors auf die großen Festival-Bühnen. Ihr sechstes Album »Violence« bietet den Bewerbungs-Soundtrack dafür, hat aber auch ein paar Hintertürchen eingebaut.

Geschrieben am

Schon ihr Video zur Single »Magazine« präsentiert eine Business-Thematik: Firmenangestellte ziehen sich nach und nach gegenseitig aus, während sich Sänger Tom Smith mit kuriosen Tanzschritten an seine Aktentasche klammert. (Vielleicht sind darin ja neue musikalische Ideen versteckt?) Dass man sich zu den neuen Editors-Songs vor Begeisterung die Kleider vom Leib reißen will, ist eher unwahrscheinlich. 

Vielmehr kratzt man sich angesichts des doch eher harmlosen Sounds ratlos an der Stirn. Der Titeltrack ist nur ein Beispiel für die eingängigen Mainstream-Liedchen, die die Briten den düsteren, melodramatischen Melodien aus ihren Anfangstagen mittlerweile vorziehen. Sie tragen zwar immer noch schickes Schwarz, die Abgründe sind jedoch zugeschüttet und einer brutalen professionellen Glätte gewichen. Kühl und berechnend sorgen Synthesizer in den Songs für ein Gefühl der schwammigen Breite, die schwindelerregende Tiefe ist dafür verschwunden. Dass es aber hin und wieder auch Ausreißer wie das experimentelle und unvermittelt noisige »Hallelujah (So Low)« oder den gefühlvollen Abschlusssong »Belong« gibt, lässt hoffen, dass die Editors noch nicht ganz auf dem Karriere-Weg der Coldplay’isierung verloren sind und vielleicht noch eine andere Abzweigung finden.

Editors

Violence

Release: 09.03.2018

℗ 2018 Play It Again Sam

Folgt uns auf

  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr