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Zwischen den Polen

Editors im Gespräch

Gut zweieinhalb Jahre nach »In Dream« veröffentlichen die Editors ein neues Album. Sänger Tom Smith und Gitarrist Justin Lockey erklärten Dirk Hartmann, warum sie mal wieder ihren Sound verändern wollten und warum es ihnen trotz des harschen Titels »Violence« doch vor allem um zwischenmenschliche Nähe geht.

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Nicht selten geschieht es, dass Produzenten großen Einfluss auf den Sound einer Band haben. So verhält es sich auch beim neuen Album der Editors. Hatte sich das Birminghamer Quintett für die Arbeit an seiner letzten Platte »In Dream« nach Schottland zurückgezogen, entschied man sich dieses Mal für zusätzliche Unterstützung, wie Gitarrist Justin Lockey verriet. »Wir haben überlegt, uns für die Aufnahmen der Songs vielleicht Hilfe von außen zu holen. Deswegen haben wir eine Menge Musik gehört, vor allem die des elektronischen Musikers Blanck Mass. Dann haben wir ihn angerufen.« Wie wichtig es für die Editors war, Blanck Mass als Produzenten für »Violence« zu gewinnen, erklärt Sänger Tom Smith: »Das Wichtigste für ihn war, sicherzustellen, dass wir nicht verlieren, was uns als Band ausmacht. Im Laufe der Jahre haben wir gitarrenbasierte und elektronischere Alben gemacht. Ich denke, dass uns mit der Hilfe von Blanck Mass bei ›Violence‹ die Balance zwischen diesen beiden Polen möglicherweise am besten gelungen ist.«

Ungeachtet aller neu erreichten Balance ist »Violence« eine klassische Editors-Platte. Das liegt nicht zuletzt an den Texten von Smith. »In gewisser Hinsicht habe ich über die üblichen Themen geschrieben. Ich versuche immer Worte zu finden, die für den Hörer etwas auf einem emotionalen Level konstruieren.« Jedoch zieht sich ein bestimmtes Thema wie ein roter Faden durch die Platte, wie Smith erläutert. »Ich habe das Gefühl, dass es auf dem Album viele Momente gibt, die vom Bedürfnis nach zwischenmenschlicher Verbindung handeln. Das steht immer in Beziehung zu dem, was da draußen vor deiner Haustüre passiert. Der Begriff ›Violence‹ drückt das heutzutage für mich aus.«

Auch in der ersten Single-Auskopplung »Magazine« befassen sich die Editors mit der angsteinflößenden Außenwelt. Zwar richtet sich das Stück nicht gegen konkrete Personen, Smith kritisiert darin aber trotzdem ganz bestimmte Gesellschaftsgruppen. »Es geht um eine Machtfigur, einen Politiker oder Großunternehmer, eine Art korrupten Charakter. Es geht darin um hohle Gesten. Der Song besitzt die starke Aussage, dass er sich über die Leute lustig macht, die sich so verhalten.« Obwohl der Song bereits nach dem dritten Album geschrieben wurde, ist er aktueller denn je. Selbst wenn Smith betont, dass »Magazine« auch ein Popsong sei, räumt er ein: »Das war eine Art Vorhersehung.« Vielleicht sollte man die Editors bereits jetzt nach unserer Zukunft befragen. Sie scheinen mehr als wir alle zu wissen.

Wir haben einen Tag mit den Editors und zwölf glücklichen Fans in einem Landhaus in Surrey verbracht. Wie das war, erfahrt ihr hier.

Editors

Violence

Release: 09.03.2018

℗ 2018 Play It Again Sam

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