×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Justin T. als Anti-Aging-Pille

Duran Duran

Die Wild Boys werden auch nicht jünger: Duran Duran vertrauen bei der Arbeit am neuen Album vor allem auf zwei fast gleich klingende Namen: Justin Timberlake und Produzenten-Darling Timbaland.
Geschrieben am

'Mit 25 geht's bergab - Dem Anti-Aging Auf Der Spur', lautete vor nicht so langer Zeit der Titel einer Arte-Reportage. Sie fokussierte auf jene von Jugendwahn und Schönheitshype geschulte Klientel, die ganz bleich vor Altersangst in den Chirurgenvorzimmern der Republik sitzt. Nach einem Vierteljahrhundert beginnt für manche eben bereits die Vergreisung. Aber was ist eigentlich erst mit 50, fragen sich Senioren in spe nun zu Recht? Wird das Leben dann zur fortdauernden Rutschparty? Eine unaufhaltsame Abwärtsspirale in physischer, geistiger und sozialer Hinsicht? Oder was?

Duran Duran scheinen eine eigene Antwort auf die heikle Altersfrage gefunden zu haben: Ihren Jungbrunnen füllen die Beinahe-Fifties regelmäßig mit frischem Musikerblut. Nachdem sich die New-Wave-Personifizierungen für ihr Comeback in Originalbesetzung noch genügsam zeigten und es bei Juz-Fachwissen auf dem Produzentensessel beließen, werden heuer gleich zwei Schippen Sturm & Drang draufgelegt. Niemand geringeres als Justin Timberlake leiht einem Track des bislang unbetitelten 'Astronaut'-Nachfolgers sein Popgoldkehlchen.

"All of us have admired his work, particularly on his first solo album", gibt Keyboarder Nick Rhodes sichtlich euphorisiert zu Protokoll. "He's a real talent. It was quite natural for him and Simon (LeBon) to be working together on vocal arrangement and melodic structure." Apropos: 'Night Runner' heißt das gute Stück. Es entstand, man staune nicht schlecht, unter der filigranen Hand von HipHop- und R'n'B-Plattenschmied Timbaland, der zudem zwei weitere Songs aus dem neuen Duran Duran-Fundus produzierte.

"You can tell there was another hand in those tracks for sure", kommentiert der Keyboarder. "Although they are a slight change of direction in that some of the others are a bit more guitar-heavy or indie sounding, Simon is the glue that holds them all together." Während Sänger und Tastenmann also nach wie vor Schlafzimmerblicke austauschen, verlief die Trennung von Andy Taylor eher unglimpflich. Im Oktober schied das gitarrespielende Gründungsmitglied im Streit zum zweiten Mal aus. Doch der Deal mit Justin und Timbaland relativiert offensichtlich auch diese Zwistigkeit. Der Keyboarder zum Dritten: "I truly wish him well. You never say never with these things. We may end up playing with Andy another day in the future…"