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Humatron

Dub Taylor

Nach fünf Jahren im Gewand von Tigerskin oder als Phonique-Produzent meldet sich Krüger als Dub Taylor zurück und präsentiert uns wieder fein gearbeiteten, minimalen Hous.
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Betrachtet man Alex Krügers Release-Liste auf seiner MySpace-Seite, bekommt man schnell das Gefühl, es tatsächlich mit einem "Humatron", einer immerfort produzierenden Mensch-Maschine, zu tun zu haben. Kaum ein anderer Techno-Artist feuert so viele Veröffentlichungen unter so vielen Pseudonymen raus.

Nach fünf Jahren im Gewand von Tigerskin oder als Phonique-Produzent meldet sich Krüger als Dub Taylor zurück und präsentiert uns wieder fein gearbeiteten, minimalen House, diesmal mit etwas weniger Gesang als zuletzt. Ganze zwei Mal 74 Minuten Musik hält das Doppel-CD-Release für den Hörer bereit, womit wir schon wieder beim Thema Riesen-Output wären. Allerdings birgt so eine Flut an Tracks natürlich die Gefahr von Redundanz - wovon auch "Humatron" nicht verschont bleibt. Vor allem die erste Hälfte von CD1 kommt etwas schleppend in Gang.

Außerdem stellt das Album zwar einen variantenreichen Sound bereit, der schön zwischen deep, organisch, trocken und oldschoolig changiert - mit gelegentlichen euphorischen Ausbrüchen -, doch das Aufbrechen der konstanten Beat-Struktur durch ambiente oder sich anderer rhythmischer Muster bedienende Tracks, wie es sich für Techno-Alben bewährt hat, bleibt uns Krüger schuldig. Bei dem einen, 74-minütigen Stück auf CD2 ist das ähnlich; wenn man es allerdings als langen DJ-Mix betrachtet, funktioniert es hervorragend. Nichtsdestotrotz: Mit den Tracks "Dirty Games", "After Party Blues" oder "Carletta" macht Dub Taylor alles richtig.