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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Experience

Dub Taylor

Das im Künstlernamen offensichtliche Dub-Motto tritt auf dem neuen Longplayer von Alex Krüger einen gewaltigen Schritt nach hinten und macht der digitalen Diskothek Platz. Die rauchigen Dub-Schwaden verschwinden am Horizont wie der Nebel am frühen Morgen, und die Sicht auf klar strukturierte House-T
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Das im Künstlernamen offensichtliche Dub-Motto tritt auf dem neuen Longplayer von Alex Krüger einen gewaltigen Schritt nach hinten und macht der digitalen Diskothek Platz. Die rauchigen Dub-Schwaden verschwinden am Horizont wie der Nebel am frühen Morgen, und die Sicht auf klar strukturierte House-Tracks wird frei. Mit Hilfe von wenigen kurzatmigen Sample-Percussion-Splittern bringt Alex Krüger das Ganze zum Schwingen. Anstelle von sanft schaukelnden Tracks betont der Berliner jedoch viel mehr eine forsche Gangart. Die vernahmen wir zwar schon auf dem Vorgänger, hinzugekommen sind aber weitere Sängerinnen. Reine Tracks gibt es so gut wie überhaupt nicht – ist auch gar nicht mal so schlecht. Vor allem, weil der Produzent wie bei ›Detect‹ gerne die Stimmen durch den Filter schleift. Natürlich erinnern die Tracks oft an Luomo. Das liegt wohl daran, dass sich manchmal doch arg der Kitsch breit macht und Vladislav Delay der Erste war, der so richtig Vocals in das technoide Dub-House gebracht hat. Trotzdem emanzipiert sich Dub Taylor und lässt in einige der Stücke einen leichten Retro-Geschmack in Form von knarzigen Acid-ähnlichen oder harscheren Sounds einfließen. Insgesamt kein Überflieger-Album, aber mit einigen feinen Tracks und Gast-Sängerinnen versehen.