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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Drei Fragen an

Joan As Police Woman

Man muss aus den guten und schlechten Sachen, die einem passieren, das Beste machen. Das gehört zum Erwachsenwerden.
Geschrieben am
Artwork und Texte deiner neuen Platte sehen ziemlich düster aus, der Sound ist aber sehr klar und eingängig. Ist das ein bewusster Kontrast, ganz im Sinne des Albumtitels "To Survive"?
[lacht ungefähr eine Minute] Whoa, die tiefsinnigen Fragen kommen gleich am Anfang, was? Ja, aber du hast schon recht. So ist doch das Leben, oder? Man muss aus den guten und schlechten Sachen, die einem passieren, das Beste machen. Das gehört zum Erwachsenwerden.



Und Erwachsenwerden heißt für dich was?
Weißt du, das hab ich, glaub ich, erst kapiert, als ich begriffen habe, wie sexy es ist, Verantwortung zu übernehmen. Ich denke oft zu viel nach, anstatt etwas Notwendiges einfach zu tun. Das ist aber auch eine Flucht, damit man etwas nicht in Angriff nehmen muss. Jetzt ziehe ich Sachen einfach durch, weil ich weiß, dass es sein muss, und ich es auch machen will. Ehrlich zu sich und anderen zu sein, wirklich das zu tun, was für einen selbst nötig ist, das ist erwachsen. Und da will ich auch mit meiner Musik hin.

Ich habe neulich mit Martha Wainwright über Frauen im Musikbiz gesprochen. Wie geht es dir damit?
Es gibt immer mal blöde Erlebnisse, aber ich versuche grundsätzlich davon auszugehen, dass nichts persönlich gemeint ist. Ich setze mich dann durch - spätestens, wenn ich anfange zu spielen, erkennen die Leute meine Kompetenz sehr schnell. Es kann auch nerven, so was immer wieder geduldig auszufechten, anstatt einfach auszuflippen, aber das gehört wohl auch zum Erwachsensein.