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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Nothing Was The Same

Drake

Inhalte, die Angriffsfläche bieten: Mal singt er, mal reimt er, manchmal beides - Drake ist weiterhin die Speerspitze der neuen »Softness« im US-Rap.
Geschrieben am

Dem kanadischen Rapper und Sänger Drake kommt international vielleicht die Bedeutung zu, die man hier im kleineren Maßstab einem Casper zuschreiben würde. Will heißen: Jedes neue Album eint bereits ungehört den großen Konsens für sich, ruft ob seines umfassenden Zuspruchs gleichzeitig aber mindestens genauso viele Hater auf den Plan. Wen wundert’s, Angriffsfläche bieten die Inhalte des wahlweise reimenden, singenden oder gar beide Ausdrucksformen vermischenden Künstlers seit jeher, etablierte dieser doch jene neue »Softness« im US-Rap, ohne die es Gleichgesinnte wie The Weeknd oder Frank Ocean in dieser Form heute vielleicht gar nicht gäbe. Dennoch sollte man nicht der naiven Illusion erliegen, hier ausschließlich einem der »Guten« zu lauschen. Denn bei aller vermeintlichen Ehrlichkeit, mittels der auch wieder auf »Nothing Was The Same« das Hadern mit dem eigenen Fame (und allerlei Liebschaften sowieso) thematisiert wird, steht Drake noch lange nicht über dem System US-Rap, dessen Unterwanderung ihm gerne zugeschrieben wird. Und doch ist das Gesamtpaket, inklusive des exzellenten instrumentalen Unterbaus, wieder dermaßen stimmig ausgefallen, dass man »Nothing Was The Same« auch einfach getrost als großes Pop-Album feiern darf.

 

In drei Worten: Soft / Smart / R'n'Rap