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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Keine Gefahr«

Dota

Nach dem Charts-Erfolg ihres letzten Albums verlässt die Berlinerin Dota endgültig die Kleinkunstecke und widmet sich den klanglichen Optionen des Synthie-Pop.

Geschrieben am

Nach drei Jahren Sendepause gibt’s wieder Post von Dota. Spannende Sache, denn hinter ihr liegt mit »Wo soll ich suchen« ja nicht weniger als eines der anrührendsten deutschen Pop-Alben der letzten Jahre. Und auch auf ihrer neuen Platte bewegt sich viel, das ist schnell klar. Ausbüchsen will sie, die in Berlin verwurzelte Sängerin. Hauptsache weg von hier, wo alles vergiftet ist und überhaupt irgendwie fremd und unheimlich. Ach, Dota, das mag ja alles sein, aber bleib doch noch ein bisschen! Spiel uns noch ein Lied, es war doch gerade noch so schön. Aber wir halten die Reisende nicht auf, sondern sind gespannt, wohin es sie verschlägt. Und sieh an, die Berlinerin verabschiedet sich auf »Keine Gefahr« endgültig aus der Kleinkunstecke, hinein in einen dichten Bandsound, der sich in alle Himmelsrichtungen erstreckt. Da pochen plötzlich düstere Beats und Synthies in ihren Liedern, andernorts geht es wieder ganz leichtfüßig zu, sanft und akustisch verdichtet. Textlich ist das oft weniger nach innen gerichtet als zuletzt, Dota witzelt und erzählt, kratzt und prangert an, singt mit geballten Fäusten. Ein kluges und tiefes Album, das hoffentlich nicht nur unter Soziologiestudenten Gehör finden wird. Vielleicht bleibt sie dann noch einen Moment.

Dota Kehr

Keine Gefahr (Bonus Track Version)

Release: 15.01.2016

℗ 2016 Kleingeldprinzessin Records

Dota »Keine Gefahr« ( Kleingeldprinzessin / Broken Silence / VÖ 15.01.2016)