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Don’t Think DVD

The Chemical Brothers

»Don’t Think« erfindet das Genre des Konzertfilms zwar nicht neu, liefert allerdings eine mitreißende Darstellung von ebenjenem ab.
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Bei der Visualisierung elektronischer Musik haben Kraftwerk mit 3D-Videoinstallationen einen Meilenstein gesetzt. Sicher, ganz so stilbildend bringen es The Chemical Brothers mit ihrer hedonistischen Variante, dem Konzertfilm »Don’t Think«, nicht. Aufgenommen wurde die Liveshow des britischen Electroduos beim Fuji Rock Festival in Japan. Der Titel ist Programm: Hier geht es um den Rausch, den Partyexzess, kollektive Ekstase und permanentes »Hands up in the air!«. Ein visueller Overkill, der sich gigantischer Lichtprojektionen mit Robotern, explodierenden Farbkugeln, Clownsfratzen, ulkigen Tierparaden und Lavalampen-Ästhetik bedient und in einer Endlosschleife auf das Tanzvolk ballert: Clubbing im XXL-Format. Regisseur Adam Smith platzierte dazu etliche Kameras in der Menge. Der Zuschauer wähnt sich dadurch selbst mitten im Spektakel. Einem Spektakel, hinter dem Ed Simons und Tom Rowlands fast verschwinden. Die Setlist ist größtenteils identisch mit der Greatest-Hits-Compilation »Brotherhood« von 2008. »Don’t Think« erfindet das Genre des Konzertfilms zwar nicht neu, liefert aber eine mitreißende Darstellung von ebenjenem ab.

In drei Worten: Tanz / Hedo / Overkill