×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Donkey

CSS

Seit einer Weile tragen die modischen Mädchen und Jungs wieder Flanellhemden und Doc Martens...
Geschrieben am
Seit einer Weile tragen die modischen Mädchen und Jungs wieder Flanellhemden und Doc Martens. Grunge is back! Und CSS spielen auf ihrem aktuellen Album "Donkey" eine konsequent moderne Version von dem, was damals als die weibliche Form der Bands aus Seattle gehandelt wurde: den Riot Grrrls.

Wie das bei Revivals so üblich ist, wurde einiges an politischem Impetus über Bord geworfen. Und man hört der Band an, dass sie sich mittlerweile auch mal zurücklehnen kann und nicht mehr so viel herumhüpfen muss wie zu Zeiten des Debüts "Cansei De Ser Sexy". Sie waren inzwischen mit Gwen Stefani auf Tour, haben den Coolness-Stempel aus allen möglichen Ecken aufgedrückt bekommen und "Donkey" von Mark "Spike" Stent, dem Hitproduzenten von Indie- und Popgrößen wie KLF, Madonna und Björk, in L.A. mixen lassen. Schien es vor zwei Jahren noch so, als sei die Beherbergung durch Sub Pop, wenn nicht ein Versehen, dann doch ein lustiger Scherz, so haben sie sich unter dem belanglos gewordenen Grunge-Dach mittlerweile mit einer unbeschwerten und klugen Interpretation des Schrammelgitarrenrock freigespielt. Zum Hit "Left Behind" sieht man im Kopf schon würdige Corin-Tucker-Sprosse auf Festivals tanzen, die Lust auf Techno, aber gar keinen auf ordentliche Musikgeschichte haben.