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Doku: RIP - A Remix Manifesto

Girl Talk & Brett Gaylor

Als der Komponist und Elektrokünstler Johannes Kreidler mit seiner Aktion "product placement (2008)" auf die für Musiker l&
Geschrieben am

Als der Komponist und Elektrokünstler Johannes Kreidler mit seiner Aktion "product placement (2008)" auf die für Musiker lähmenden Zustände hinwies, die das vorherrschende Urheberrecht mit seinen Mechanismen des Tantiemenhandel erzeugt, kommentierte er damit in erster Linie die Frage nach der Notwendigkeit von Zitaten.

''Zitieren'' war ursprünglich ein Begriff aus der Jurisprudenz, der erst Anfang des 19. Jahrhunderts seinen Weg in die Alltagssprache fand. Diese Bindung ans Recht verhindert jedoch immer wieder, auf zuweilen absurde Weise, die Arbeit am musikalischen Erbe.

Der Internetaktivist, Filmemacher und Begründer von opensourcecinema.org, Brett Gaylor, greift diesen Umstand nun in der Dokumentation RIP: A Remix Manifesto auf. Zusammen mit dem Mash-Up Künstler Greg Gillis, der momentan unter dem Pseudonym Girl Talk tätig ist, nimmt er die losen Enden der immer noch offenen Frage nach der Legalität von Zitaten auf.

RIP zeigt seinen Zuschauern vier Schlüsselprozesse: wie kulturelle Entwicklungen auf der notwendigen Wiederholung der Vergangenheit basieren, wie die Vergangenheit dadurch Einfluss auf die Gegenwart nimmt, wie die Gegenwart immer unfreier im Umgang mit der Vergangenheit wird und schließlich wie sich eine freie Gesellschaft aus einer Idee der Unkontrollierbarkeit der Vergangenheit herausbilden kann. Der Film enthüllt dem Zuschauer auch einige der größten Zitatschwindeleien der Geschichte, von Led Zeppelin bis Walt Disney. Vieles im Film kreist aber auch um Girl Talk, und seine exzessiven Liveshows.

Leider ist ''RIP: A Remix Manifesto'' als Download nur in den Vereinigten Staaten erhältich. Über die DVD-Veröffentlichung und weitere Neuigkeiten rund ums Projekt kann man sich auf dessen Webseite informieren.







Die restlichen Teile der Doku gibt es hier.