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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»For Now«

DMA's

Sie hätten zur neuen Britpop-Hoffnung vom anderen Ende der Welt werden können. Stattdessen gehen die DMA’s einen holprigen, aber kreativeren Weg.

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Die DMA’s sind zu nett. Anders kann man es sich eigentlich nicht erklären, warum sie nach ersten EP-Releases und Festivalauftritten im Jahr 2015 nicht noch offensiver als australische Reinkarnation von Oasis gehypet wurden. Melodieseliger Britpop und ein unscheinbarer Sänger, der trotzdem alle Coolness der Welt auf sich vereint, ragen als Wiedererkennungsmerkmale dann eben doch nicht an Tiraden gegen die halbe Musikwelt heran. Wie dem auch sei: Mit »For Now« machen die DMA’s sowieso erste große Schritte, sich vom offensichtlichen Vorbild aus Manchester zu emanzipieren.

»The End« ist dank Elektronik- und Synthie-Elementen so tanzbar wie ungewohnt düster; dem ähnlich ausgerichteten »Do I Need You Now« fehlt nur noch etwas mehr Timbre in Tommy O’Dells Stimme, um als Depeche-Mode-Song durchzugehen. Am gefälligsten bleiben dennoch rohe, kraftvolle Songs wie die Single »Dawning« oder »Break Me«, die wieder einmal sowohl unplugged bei Radio-Auftritten als auch – mit der Lautstärke eines landenden Düsenjets abgemischt – auf den großen europäischen Festivalbühnen funktionieren sollten. Auf »For Now« zünden diese Stücke zwar nur selten so sehr wie manche der ersten musikalischen Duftmarken der Australier. Aber es kann schließlich nicht jede Band schon in ihren Anfangsjahren ihr »Definitely Maybe« schreiben.

DMA'S

For Now

Release: 27.04.2018

℗ 2018 Illusive Sounds Pty Limited under exclusive licence to BMG Rights Management (UK) Limited