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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Amygdala

DJ Koze

Während den nach Hedo-Klaumauk geifernden Kollegen schon angesichts der – für Koze-Verhältnisse – recht moderaten Tracklist die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben stand, dürfen die Freunde von Stefan Kozallas (halb) seriöser Seite erleichtert aufatmen.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Cosi comes around und hat statt Rammelwolle eine fast schon protzige Entourage im Anhang. Da flüstert Dan Snaith von Caribou seine Arthur-Russell-Gedächtnis-Poesie über wattige Beats, Hildegard Knef wird einmal mehr zum posthumen Tanz gebeten, und Dirk von Lowtzow verziert »Das Wort« mit seinem überkandidelten Denglisch.

So ungezwungen und klischeefrei kann wohl kaum wer Downbeat, Dada und gemutete Bassdrum unter das Afterhour-Frühstück der Dogmatiker mischen. Was bisweilen etwas überladen anmutet, glänzt in der Praxis vor allem durch Leichtigkeit, Augenzwinkern und Abwechslung. Dass Kozes ohnehin schon idiosynkratischer Zugang zur Club-Kultur immer eigentümlicher und zugänglicher zugleich wird, bleibt wohl das größte Rätsel von »Amygdala«.

In drei Worten: Entourage / Entschleunigung / House