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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Raskit«

Dizzee Rascal

Großbritanniens bester Rapper ist zurück: Dizzee Rascals erstes Album seit vier Jahren stärkt sein Trademark und liebäugelt mit klassischem Hiphop.
Geschrieben am
Dizzee Rascal, der Großmeister der britischen Grime-Schule, der zwischenzeitlich mit »Bonkers« und Kollaborationen mit Calvin Harris und Will.I.Am sogar in Mainstream-Gefilde vorstieß, will die Underground-Fahne wieder hochhalten: »Raskit« präsentiert den MC weitgehend in alter Hochform, die Liebe zum Pop ist erloschen, und das tut seiner Musik gut. Rascals Raps sind immer noch schneller als sein Schatten, der Sound zumindest in der ersten Hälfte seines sechsten Albums wieder ein brodelnder Mix aus technoid wummernden Beats und dröhnenden Synthie-Lines, gespickt mit wütenden Attacken auf alle, die seine Credibility anzweifeln.

Dass er dann auch noch beginnt, mit amerikanischem Hiphop zu kokettieren – das R’n’B-Stück »Man Of The Hour« bringt die Platte ungewohnt sanft nach Hause – ist angesichts des ursprünglich aggressiv-wilden Duktus’ Rascals eine überraschend neue Facette. Er beherrscht sie inzwischen durchaus versiert, aber sie lässt »Raskit« eben auch nicht als gänzlich anbiederungsfreies Werk durchgehen. Trotzdem: Das Album ist ein insgesamt gelungenes Comeback des britischen Ausnahmekünstlers.

Dizzee Rascal

Raskit

Release: 21.07.2017

℗ 2017 Dirtee Stank Recordings Limited, under exclusive licence to Island Records, a division of Universal Music Operations Limited