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»Keine Bewegung 2«

Diverse

Ich möchte Teil keiner Bewegung sein: Eine Compilation feiert die klangliche Vielfalt der deutschsprachigen Indie-Szene.
Geschrieben am
Vor gut einem Jahrzehnt gab es schon einmal eine ähnliche Compilation-Reihe: »Müssen alle mit« hieß die, da war Tocotronic drauf und »Ein Kompliment« von Sportfreunde Stiller. Sie klang, als sei Deutschland ein großes Plüschkissen, auf dem sich großäugige Jungmänner studentisch, aber auch kritisch räkelten. »Keine Bewegung« zeigt da schon mehr Kante: 2014 versammelte die erste Ausgabe Stücke von Die Nerven, Ja, Panik und Messer, sie schien ein »No New York« für den Pop-Underground der deutschsprachigen Großstädte sein zu wollen.

2017 beginnt die zweite Folge der Reihe nun mit Das Paradies zwar auch etwas schnuffelig, entwickelt dann aber einen rasanten Reiz quer durch alle Genres: Angekommene, Szene-Stars und Geheimtipps ergänzen sich so prachtvoll wie die verschiedenen abgebildeten Stile. Es gibt weder Electro noch Avantgarde, auch wenn alle Tracks potenziell Staatsakt-kompatibel sind. Mit dabei sind Isolation Berlin, Der Ringer, Ilgen-Nur, Levin Goes Lightly, International Music und Düsseldorf Düsterboys – nur Hits, keine Füller. Die einzige kleine Enttäuschung: Schnipo Schranke hatten auf dem ersten Teil einen frühen großen Auftritt und sind auch diesmal wieder vertreten – nach dem Geniestreich von Debüt und dem durchwachsenen Nachfolger »Rare« kommt hier aber leider kein Neuanfang, sondern ein unveröffentlichter Song aus dem Jahr 2013. Der ist toll, aber es steht zu befürchten, dass ihr Gag bereits auserzählt ist. Gut, dass genug neue Acts bereitstehen, um die Tränen zu trocknen!

Verschiedene Interpreten

Keine Bewegung 2

Release: 03.11.2017

℗ 2017 Staatsakt - Euphorie

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