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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

For Friends

Diverse

Ihr seht den Rezensenten gerührt. In einer Auflage von 100 Exemplaren wurde zu Weihnachten 1999 eine Zusammenstellung mit exklusiven Stücken von Musikschaffenden des Labels im handgemachten Cover an Freunde und Unterstützer verschickt. Und was für ein Cover! Zu sehen ist ein stilisiertes Fenster, de
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Autor: intro.de

Ihr seht den Rezensenten gerührt. In einer Auflage von 100 Exemplaren wurde zu Weihnachten 1999 eine Zusammenstellung mit exklusiven Stücken von Musikschaffenden des Labels im handgemachten Cover an Freunde und Unterstützer verschickt. Und was für ein Cover! Zu sehen ist ein stilisiertes Fenster, der rote Vorhang ist durch eine drollig-pastorale Schleife zurückgebunden und gibt den Blick frei auf Baumsilhouetten und die süßesten gemalten Schneeflocken, die ich je schauen durfte. Und diese Sweetness korrespondiert mit der der vertretenen Acts, als da wären: Harald "Sack" Ziegler mit einer todtraurigen Beerdigungsminiatur, Köhn samt Gitarre mit seinem Kumpel, dem stokelig-unflexiblen, aber treuen Drumcomputer der wahrscheinlich allerersten Drumcomputerstunde/-generation überhaupt, des weiteren Zammuto, Kristian Peters, F.S. Blumm & Bikini Krakor, Jon Sheffield sowie Alejandra & Underwood. Alles Perlen, die das Große im Kleinen spiegeln, den Makrokosmos im Mikrokosmos von mir aus. Das ist die perfekte Verwandlung des blumenliebenden Wimp-Gedankens in auf Elektronik basierender Musik. Und so schön diskursfrei. Einfach nur Liebe, und jetzt auch für den Rest der Welt zu haben. Ebenfalls bei Tomlab veröffentlicht Herr Toral. Der ist zwar nicht so niedlich (musikalisch), dafür arbeitet er mit Musik ohne Input oder, richtiger, er verwandelt die medialen Bedingtheiten des Musizierens in Musik: The medium is the instrument, sozusagen. Er arbeitet lediglich mit Resonanzen. Ein Delaygerät erzeugt Echoeffekte, während ein parametrischer Equalizer Frequenzbereichslautstärkedifferenzen in Klang verwandelt. Bearbeitet wird solchermaßen ein Feedbackloop. Das macht er, einfach so, ohne solches an die große Theorieglocke zu hängen. Und: Was sich anhört, als sei das jetzt Lärm oder Eierkopfmusi, entpuppt sich in echt als eine wundersam zerbrechliche 20minütige harmonische Reise - wohin bestimmt Ihr, so Ihr gerne kontempliert.