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The Freestyle Files Vol. 2

Diverse

Dasselbe Spiel wie im August letzten Jahres. Damals erschienen gleichzeitig die „Freestyle Files 1“ und die „DJ Kicks: KRUDER & DORFMEISTER“, und es war hart, sich zu entscheiden. Letztendlich blieb nichts anderes übrig, als sie abwechselnd zu hören. April ’97, die Geschichte wiederholt sich. „Frees
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Autor: intro.de

Dasselbe Spiel wie im August letzten Jahres. Damals erschienen gleichzeitig die „Freestyle Files 1“ und die „DJ Kicks: KRUDER & DORFMEISTER“, und es war hart, sich zu entscheiden. Letztendlich blieb nichts anderes übrig, als sie abwechselnd zu hören. April ’97, die Geschichte wiederholt sich. „Freestyle Files Vol. 2“ und „Viennatone“ buhlen um die Hoheit im TripHop-Sektor, und eigentlich sind beide vonnöten, um die Lage richtig checken zu können. Die „Files“ warten mit einer Germany vs. England-Competition auf, und „Viennatone“ führt uns in die Gefilde undeutlich sprechender Tortenfanatiker. Zusammen oder gar nicht. The British Area: Einst deckte das „Ninja Tunes“-Label den kompletten Bereich ab, inzwischen kommt man aber auch an z. B. „Warp“ und „Clear“ nicht mehr vorbei. Spätestens seit den letzten RED SNAPPER- und JIMI TENOR-Alben ist die Fusion aus fast souligen Bristol-Sounds und Elektro-Annäherungen in vollem Gange, und die Insel-Drum&Bass-Acts von „No-U-Turn“ sind eh schon etabliert. ED RUSH, NICO und gut. Jazz rules, und es ist hörbar, daß man hier einfach schon länger bei der Sache ist. Das gilt auch für Neueinsteiger wie BUSHFLANGE vom LEFTFIELD-Label „Hard Hands“. Des weiteren gibt’s KUSHTI, CUJO, DR. ROCKIT und natürlich FUNKI PORCINI. K.u.k.-Domäne: „Viennatone“ beginnt schnippisch und in Ansätzen sehr extrovertiert. Es ist nicht der warme Soul&Dub-Einfluß von KRUDER & DORFMEISTERs „G-Stone“-Label, der hier den Einstieg dominiert, dafür muß man sich bis zum Schluß gedulden. „Spray Records“ COUNT BASIC und BASK liefern statt dessen eine Swing-Beat-Variante, die in aalglatter Kaffeehausmanier alle Erwartungen übergeht und das Genre ortsspezifisch individualisiert. Fröhlich, luftig, die Ausgelassenheit eines Opernballs. Deeper, fetter, aber auch angepaßter (im beschreibenden Sinne) wirken dagegen schon die vier „Uptight“-Acts, und mit SHOWROOM RECORDING SERIES wird das Bild insgesamt wieder rund. The German Area: TURNTABLE TERRANOVA, FAUNA FLASH, FOUR EARS, drei Namen, die den Stellenwert des Münchner „Compost“-Labels in dieser Szene offenbaren und deren soundtechnische Abwechslung auch als repräsentativ anzusehen ist. Ob nun SHANTEL, DOPPELGÄNGER, THIRD ELECTRIC oder der „!K7“-Act IMPULSE - allesamt sind sie dem Elektro nicht abgeneigt und sehr Breakbeat-vernarrt.