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Beats, Bites & Öxle

Diverse

Was dem einen Manne seine Märklin-Eisenbahn, ist dem anderen die Gartenzwerg-Sammlung - oder eben sein Weinkeller. Ganz offensichtlich ist das bei vielen erfahrenen DJs und Produzenten um die 40 nicht anders. Und das sich hartnäckig haltende Gerücht, dass die Sommelier-Leidenschaft diverser Neujazz-
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Was dem einen Manne seine Märklin-Eisenbahn, ist dem anderen die Gartenzwerg-Sammlung - oder eben sein Weinkeller. Ganz offensichtlich ist das bei vielen erfahrenen DJs und Produzenten um die 40 nicht anders. Und das sich hartnäckig haltende Gerücht, dass die Sommelier-Leidenschaft diverser Neujazz-Größen schon so manchen Veranstalter und/oder Labelboss innerhalb weniger Minuten an den Rand des Ruins gebracht hat, bekommt hier neue Nahrung. Andererseits ist es schon so, dass in harten Zeiten wie diesen insbesondere Sampler und Compilations besser mal multidimensional verpackt werden sollten, damit überhaupt was hängen bleibt.

So geschehen auch bei "Beats, Bites & Öxle", dem weinseligen Kochbuch-Nachfolger auf Sonar Kollektiv. Paar schöne Highlights aus dem Labelkatalog, jeweils ergänzt durch die Empfehlung eines edlen Tröpfchens ausgewählter Weingüter. Plus ein paar passende Rezepte in Sachen gutbürgerliche Feinkost. Und musikalisch heißt das hier konkret: Slope im Henrik-Schwarz-Mix, Labeldarling Eva Be in Hochform, die Jazzanovas themselves natürlich (mit der wunderschönen Akustik-Version ihres Klassikers "That Night") oder Sanftes von Wahoo-Hälfte Georg Levin: alles top. Und am besten die analoge Neuauflage des Headz-Evergreens "Claire" aus dem Studio von Voom:Voom-und-Trüby-Trio-Mitglied Christian Prommer. Dazu kommt sogar ein Gläschen Leitungswasser echt gut.

Fragt sich bloß, was nach diesem Motto noch kommen soll. Eine Dubstep-Sammlung mit den zehn THC-haltigsten Kuchenrezepten aus handverlesenen Hanf-Anbaugebieten vielleicht? Eine Zeitschrift wie diese, die konstant mit Musikern kocht, wird das natürlich alles gutheißen. Na dann: Prost!