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Who’s That Man – A Tribute To Conny Plank

Diverse

Conny Plank ging es um Sound. In einer Zeit, in der man Außengeräusche fern von Tonstudios halten und Synthesizer dafür benutzen wollte, möglichst wie akustische Instrumente zu klingen, hatte Conny Plank längst verstanden, was in der Musik wirklich spannend war: Sound.
Geschrieben am

Autor: intro.de

Manipulierter Sound. Er verstand Synthesizer als eigene Instrumente, nicht als Hilfsmittel. Er schredderte sündhaft teure Orchestersätze und hing sich seine goldenen Schallplatten aufs Klo.

Phil Spector hat man für seine Rolle und seinen Sound verehrt, Konrad Plank aus Hütschenhausen in Rheinland-Pfalz verstarb vor 25 Jahren vergleichbar still. Deutschland hat seine experimentierfreudigsten Musikgenies von der Nachkriegszeit bis dato immer mit Argwohn betrachtet, und die Rolle des Star-Produzenten wurde für die Öffentlichkeit gerade erst erschlossen. Hätte er das von seinem Freund und Bewunderer Brian Eno damals vermittelte Angebot, U2s »Joshua Tree« zu produzieren, nicht mit den Worten »Ich kann mit diesem Sänger nicht arbeiten« abgelehnt, vielleicht bräuchten wir dann diese 4-CD-Werkschau heute gar nicht, sondern wüssten aus dem Stand, wer Kraftwerk, Neu!, Can, DAF, Devo, Ultravox, den Eurythmics und sogar den Scorpions damals aufs Pferd geholfen hat.

In drei Worten: Kraftwerk / Scorpions / Eurythmics