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Müssen alle mit 5

Diverse

Es ist wieder "Müssen alle mit". Die zurechnungsfähigste Compilation aus den prekären Trümmern deutschsprachigen Pops. Dabei sein ist alles, der Rest kostet.
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Es ist wieder "Müssen alle mit". Die zurechnungsfähigste Compilation aus den prekären Trümmern deutschsprachigen Pops. Dabei sein ist alles, der Rest kostet.

Wie schäbig und unlauter mag man manche Sampler-Reihe finden, die ohne Sinn und Verstand zum Thema "deutsche Bands" irgendwas unter nationalem Giebel zusammenmontiert. Möglichst noch mit Begeisterung fürs neue Schwarz-Rot-Gold-Feel, die Fahnen, die WM, Silbermond, Mia. und Co., wir sind wieder wer. Und das Ganze kann man noch nicht mal rechts nennen, weil es ja letztlich tatsächlich eine neue Mitte in Pop und Gesellschaft repräsentiert. Hey, Danke. Gute Nacht und Tür zu. Und dann privat mit den Guten "Müssen alle mit" bestaunen. Denn hier ist die deutsche Klammer einfach die einer real existierenden Szene. Eine, die man schon gern mal kompetent aufbereitet verhandelt sehen will. Na, und das regelt das Label Tapete. Viele ihrer eigenen Acts sind auch bei Nummer fünf wieder dabei - und zwar mit Recht. Es gibt also Anajo, Paul Dimmer Band, Superpunk, Wolke, Schwefelgelb, 1000 Robota etc., aber auch Labelfernes, das passt, wird ganz locker mitgenommen. Zum Beispiel Delbo, Bratze, Die Türen, Frank Spilker Gruppe, Ja, Panik und so weiter. Die CD macht Bock auf die Zusammenhänge dahinter und spiegelt das hiesige Gitarrenpop-Jahr sehr gut wider. Wer noch mehr will, muss auswandern.


 "Müssen alle mit 5" (Tapete / Indigo)