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Compost 250 – Freshly Composted Vol. 2

Diverse

250 Releases in 13 Jahren Labelgeschichte, sämtliche Aufs und Abs dieses Business erlebt – vom führenden Label für Jazznotjazz zum Global Player und zurück –, das verdient Respekt. Es gibt nicht wenige, denen die Öffnung von Compost zu cluborientierteren Sounds, zu mehr Vielfalt, z. B. in Form der „
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250 Releases in 13 Jahren Labelgeschichte, sämtliche Aufs und Abs dieses Business erlebt – vom führenden Label für Jazznotjazz zum Global Player und zurück –, das verdient Respekt. Es gibt nicht wenige, denen die Öffnung von Compost zu cluborientierteren Sounds, zu mehr Vielfalt, z. B. in Form der „Black Label“-Serie, gefallen hat. Obwohl Compost eigentlich nie Club-antizyklisch war. Nur die Vorzeichen änderten sich. Der Broken-Beats-Backlash traf Michael Reinboth und Crew empfindlich, stand ihr Label doch – unter anderem – für genau diese Art Sound. Trotzdem formierte man sich zwischen Tradition und Moderne beachtlich. Alte Fans des Labels wurden auch 2006 mit hervorragenden Alben von Felix Laband, Karma, Koop und Harvey Lindo (Modaji) nicht verprellt, den neuen bot man mit Muallem, Jean-Paul Bondy, Nova Dream Sequence oder gut recherchierten Compilations (z. B. „Elaste“) Konsequentes zwischen Cosmic Disco, New New Wave und Elektronik. Davon zeugt diese Jubiläums-Compilation, auf der noch mal ein Resümee der jüngsten VÖs gezogen wird – beginnend mit dem über alle Grenzen gefeierten Carl-Craig-Remix zu Beanfields „Tides“ und dem nicht minder großartigen Laband im Todd-Terje-Remix. Schön deep, funky und versponnen der Moodymann-Remix zum Franzosen Alif Tree. Das Konzept, mit großen Namen Newcomer zu hosten, ist bei Compost zu einem bewährten Stilmittel geworden, auch bei Robag Wruhme, der hier Jean-Paul Bondy veredelt. Solange dabei immer auch zeitlose Alben wie die von Koop oder Karma mit in der Pipeline sind, sollte dieser schöne Release-Pool niemals versiegen.