×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Silver Monk Time. A Tribute To The Monks

Diverse

Nach 40 Jahren wird The Monks endlich die ihnen gebührende Ehre zuteil, die sie längst verdient haben. Zu verdanken ist dies den beiden Filmemachern Dietmar Post und Lucia Palacios, die in achtjähriger Arbeit den absolut sehenswerten Dokumentarfilm „Monks. The Transatlantic Feedback“ über die fünf E
Geschrieben am
Nach 40 Jahren wird The Monks endlich die ihnen gebührende Ehre zuteil, die sie längst verdient haben. Zu verdanken ist dies den beiden Filmemachern Dietmar Post und Lucia Palacios, die in achtjähriger Arbeit den absolut sehenswerten Dokumentarfilm „Monks. The Transatlantic Feedback“ über die fünf Ex-GIs produziert haben, die in den 60er-Jahren die Beatmusik revolutionierten. Doch mit ihrem musikalischen Konzept waren die kuttentragenden Mönche ihrer Zeit zu weit voraus. Das Beatlemania-Publikum war rundweg überfordert, und der daraus resultierende Misserfolg veranlasste die Band, sich nach einem Album und zwei Singles aufzulösen. Als Mark E. Smith von dem Filmprojekt erfuhr, wollte er das Unternehmen unterstützen und schickte unaufgefordert eine The-Fall-Coverversion von „Higgle-Dy Piggle-Dy“. Die Idee für einen Monk-Tribute-Sampler war somit zufällig geboren, um die Produktionsfirma bei den noch ausstehenden Kosten finanziell zu unterstützen. 30 Bands stellen sich der Herausforderung, die Tracks der 60er-Jahre in die Jetztzeit zu transferieren. Kein leichtes Unterfangen, dem sich zum Beispiel F.S.K. durch einen Akkordanschlag und ein 20-sekündiges Feedback geschickt entziehen. Denn nicht grundlos haben sich die Goldenen Zitronen erst jetzt an eine Interpretation ihrer musikalischen Vorbilder herangewagt, da sie um die Schwierigkeit wissen. So scheitern The Raincoats, Alexander Hacke, Doc Schoko und The Gossip kläglich daran, dem radikalen Sound der Monks noch etwas hinzuzufügen. Das muss nicht heißen, dass das Original zwangsläufig besser ist – obwohl hiermit noch einmal jedem das Monks-Debüt dringend ans Herz gelegt sei. Denn Mouse On Mars, Jon Spencer, The (International) Noise Conspiracy, Mense Reents, Jason Forrest, Alec Empire und all die anderen setzen sich erfolgreich mit dem Monks-Material auseinander und können den Originalstücken dann tatsächlich packende und neue Facetten hinzufügen.