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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Dimmu Borgir - »Abrahadabra«

Wir haben Gäste - Mille Petrozza (Kreator) über:

Aktuell nicht gerade Genre-konform in weißen Fellkostümen, es kommen Assoziationen zu Leslie Mandokies Spätsiebziger-Gruseltruppe Dschinghis Khan auf. Die Musik indes brät alles wieder ins Reine.
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Im Vorfeld der Veröffentlichung zerrissen sich viele das Maul über den - zugegeben etwas gewöhnungsbedürftigen - Titel des neuen Dimmu-Borgir-Albums. Das textliche Konzept, welches sich wieder einmal mit dem Werk Aleister Crowleys (einem von vielen Künstlern gern zitierten Autoren, der Satan nahestand) beschäftigt, sorgte für Skepsis unter vielen Black-Metal-Puristen. Die nicht gerade Genre-konformen weißen Fellkostüme der Band auf den Werbefotografien ließen gar Assoziationen zu Leslie Mandokies Spätsiebziger-Gruseltruppe Dschinghis Khan aufkommen.

Doch wer Böses denkt, soll endlich schweigen, denn die Norweger zeigen auf »Abrahadabra«, dass sie sich eben mittlerweile in einer ganz eigenen Liga bewegen. Hier geht es nicht um drögen Mummenschanz, sondern um die konsequente Umsetzung einer völlig eigenen Vision schwarzer Kunst. Agnete Kjølsruds Stimme (Djerv, Ex-Animal-Alpha) veredelte dabei »Gateways«, die erste Single, mit einer psychotisch, schon fast wahnsinnig anmutenden Atmosphäre und unterstreicht damit die monumentale Dramatik der Komposition. Und die von den drei Norwegern selbstbewusst »Dimmu Borgir« benannte, von Frauenchören gesungene Bandhymne klärt im Chorus endlich mal auf, wie der Name der Kapelle richtig ausgesprochen wird. All das wird durch ein über hundert Musiker starkes Orchester unterstützt. Das alles erschafft einen Horror-Soundtrack, dessen Bilder man nur erahnen kann.

In drei Worten: SCHWÄRZE / GRÖßE / METAL