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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Pop & Gossip: Die Woche aus Sicht des Boulevards

Die Wahrheit über … Lily Allen

Sieben Tage mit Boris Fust und Donovan auf Heroin, Boy George auf Geldsuche im Knast und einem Hundekiller aus Amerika
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Sieben Tage mit Boris Fust und Donovan auf Heroin, Boy George auf Geldsuche im Knast und einem Hundekiller aus Amerika.

Auch diese Woche ist die Welt wieder ein Stück besser geworden. Bedanken darf man sich dafür wie immer bei dem lieben Gott und ganz ausnahmsweise mal bei den Kaiser Chiefs. Weil nur wenige Grundschullehrerinnen deren "Good Days Bad Days" für einen bunten Nachmittag in der 2c brauchten, schaffte es der musikalische Abzählreim nicht einmal in die Top 100 der britischen Charts. Die Kaiser Chiefs sind deshalb sehr traurig und wollen alleine sein. Insider wissen: "Sie müssen jetzt nachdenken. Zu diesem Behufe ziehen sie sich aus dem Licht der Öffentlichkeit zurück."

Gute Nachrichten erreichten uns auch aus Amerika. Zumindest in den nächsten drei Monaten kann man sich dort wieder auf die Straße trauen und auch den Hund wieder hinterm Ofen hervorlocken. Rapper DMX verbringt die nächsten 90 Tage im Knast. Er hatte drei Köter erst schwer misshandelt, dann getötet. Außerdem nimmt er Drogen.

Zumindest das mit den Drogen hätte nicht sein gemusst. Das hat US-Barde Donovan in einem lebensgefährlichen Selbstexperiment herausgefunden. Er wollte wissen, wie es ist, wenn man "aus Versehen" Heroin drückt und Opium raucht. 40 Jahre nach Versuchsbeginn veröffentlichte er nun das Ergebnis der Studie in der "Bunten": nicht so gut. Deshalb knallt er sich seitdem lieber mit Meditation zu, was ja viel billiger ist.

Untermauert werden diese Erkenntnisse durch ein Ermittlungsergebnis des renommierten LAPD. Dort hatte man sich gefragt, was Ex-Guns N' Roses-Drummer Steven Adler wohl in der Hose hat: Heroin. Da Adler ohnehin out on bail war, darf er künftig die Zellenwände anmeditieren.


Auf der nächsten Seite: Sex und Terror mit Boy George (Sex) und Marilyn Manson (Terror). Außerdem: neue Erkenntnisse in Sachen Sexualität im Alter.


Der gleichen Beschäftigung geht unterdessen Boy George nach. 15 Monate gab’s für die Kettenattacke auf einen Callboy – und Gerichtskosten von umgerechnet rund 5.700 Euro. Zahlen kann das der "Everything I Own"-Sänger nicht. Er freut sich über jeden Fan-Brief, dem eine 20-Pfund-Note beiliegt.

Die Callboyverkloppe hat unterdessen erste Trittbrettfahrer auf den Plan gerufen. Marilyn Manson lässt sich von dem "sinnlosen Gewaltakt Boy Georges" (O-Ton Urteilsbegründung) inspirieren und wird zu seiner kommenden Single "I Want To Kill You Like They Do In The Movies" ein neunminütiges Terrorvideo drehen: "Der Clip ist ernsthaft sadistisch. Es geht um Mord, Sex und Tod". Dies seien so ungefähr die drei Dinge, an die er unentwegt denken müsse.

Von irren Tagträumen wird derweil die Gesangskünstlerin Lily Allen geschüttelt. Nach einem Bericht der chinesischen Tageszeitung Zhongguo-ribao richtet sich ihr Kunstsinn augenblicklich auf den Maler Lucian Freud. Das bekannte Treckerventilgenie ist Jahrgang 1922, verwitwert und fällt daher in das Beuteschema der 22-Jährigen. Sie hat Freud, der noch regen Anteil am Tagesgeschehen nimmt, bereits getroffen. "Ich war sofort geil auf ihn", ließ sie über die Medien ausrichten. "Ich will mit ihm bumsen." Denn das stelle sie sich "sehr lustig vor: Er ist schließlich viermal so alt wie ich."

Auch Ron Wood wäre als Allens Gespiele altersmäßig einigermaßen passabel. Doch der Gitarrengreis steht nicht auf ihrer Liste. Ron Wood ist nämlich nicht nur in jugendlich-festen Händen, sondern auch geschieden und daher pleite wie Gunther Gabriel. Er hat bereits seinen Arbeitgeber, die Rolling Stones, um einen Auftrag angefleht: Die Band möge gefälligst noch in diesem Jahr auf Tour gehen, da seine Kati neue Hello-Kitty-Klotten braucht.


Lesen Sie nächste Woche: Wieso Van Halen erst dann ins Studio gehen können, wenn Eddie seine Janie geheiratet hat; weshalb Wolfgang van Halen erst die Schule zu Ende machen muss, ehe Paps wieder ins Studio gehen kann, und warum es dann noch dauern kann, bis David Lee Roth Lust hat, erstmals seit 1995 wieder mit Van Halen ins Studio zu gehen.