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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Pop & Gossip: Die Woche aus Sicht des Boulevards

Die Wahrheit über … David Bowie

Jeden Freitag neu: Die Woche in Pop, Gossip und Popgossip, sorgsam ausgewählt und kommentiert von Boris Fust.
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Jeden Freitag neu: Die Woche in Pop, Gossip und Popgossip, kommentiert von Boris Fust.

Rätselraten um Michael Jackson. Hat Jacko einen mächtigen Wunderheiler gefunden? Nach einem Bericht des New Musical Express ist der Mega-Star bei bester Gesundheit und sogar Laune. Nach Augenzeugenberichten begab sich der bekannte Moonwalker unlängst in das Licht der Öffentlichkeit Dubais, um am Straßenrand eine Tüte Chips leerzufuttern.

Anderen Quellen ist zu entnehmen, dass Michael Jackson bei der Ausgestaltung eines Broadway-Musicals unter dem Arbeitstitel "Thriller" kreativ schwer behilflich sein möchte. Der King of Pop plagt sich sogar mit dem Gedanken, zu diesem Behufe einige neue Weisen zu komponieren. Sein Interesse an dieser Art der leichten Muse verbindet ihn übrigens mit PJ Harvey, der das gleiche Schicksal widerfahren ist: Ein innerer Zwang verdammte sie dazu, Musik für ein Bühnenstück namens "Hedda Gabler" zu schreiben. "So etwas", so die Gepeinigte, "wollte ich schon immer mal machen. Allerdings hatte mich zuvor niemand gefragt."

Nichts mehr fragen kann man hingegen Billy Powell. Der Keyboarder von Lynyrd Skynyrd ist tot. Kid Rocks Lieblingsmusiker verstarb in Alter von nur 56 Jahren. Das Herz.

Lebensbedrohlich erkrankt sind unterdessen auch die Olympic Studios in London. Die MP3-Firma EMI, der das Recording-Mekka gehört, möchte sich beruflich verändern und hat wohl auch kein Geld mehr für Fisimatenten wie erstklassige Mikrophonie, exzellente Abhören und ähnlichen Supermumpitz. Außerdem sind Jimi Hendrix und die Beatles ja schon tot und brauchen daher kein tolles Studio mehr. Derweil überprüfen U2, ob sie einen eventuellen Kauf der Olympic Studios nicht von der Steuer absetzen können oder ob es nicht attraktive Verrechnungsmodelle angelegentlich der jüngst dort erfolgten Aufnahmen zum kommenden Album "No Line On The Horizon" gibt.

Andere Käufer, die in Frage kämen: Bob Dylan und The Killers. Der weltbekannte Mundharmoniabarde ist gerade flüssig, weil er "Blowin’ In The Wind" für eine Werbekampagne zur Verfügung stellte. Die Überweisung wurde vorgenommen von einer Internetfirma, die Shops für Nahrung und Elektrogeräte errichtet. "Die Gefühle in Dylans Meisterwerk entsprechen unserem Optimismus", teilte ein Sprecher des dotcom-Unternehmens mit.

Auf der nächsten Seite: The Killers, David Bowie und Co.



Auch The Killers könnten sich das Studio locker leisten. Denn Brendan Flowers hat seine Lebenshaltungskosten dramatisch gesenkt: Er trinkt keinen Alkohol mehr. Er verspricht sich von dieser Maßnahme zudem eine gesteigerte Sangeskraft und höhere Vitalitätswerte: "Ich habe nun das Gefühl, ein langes Leben vor mir zu haben."

In der letzten Hälfte eines langen Lebens zeigt unterdessen das Rockchamäleon seine wahre Farbe: David Bowie ist gar keine bunte schillernde Gestalt, wie man bisher in weiten Teilen der Welt annahm. In Wirklichkeit ist der 65-Jährige ein grauer Herr, der sein Leben meistenteils daheim verbringt und abgeschnitten von der Außenwelt im Ohrensessel kauert. Denn: David Bowie hat noch nicht einmal einen Twitter-Account. Diese für einen nach Technologieführerschaft strebenden "Pro Tools"-Spezialisten durchaus nicht wenig peinliche Tatsache kam nun raus, als gefährliche Internetkriminelle das Gerücht in die Welt setzten, Bowie habe mittels Twitter vermeldet, er sei nach Berlin gereist, um dort ein Album durchzuprogrammieren. Diese Nachricht sei "totaler Quatsch", teilte Bowie brieflich mit. Auch denke er keineswegs daran, auf dem Coachella-Festival die Schallplatte „The Rise And Fall Of Ziggy Stardust“ live aufzuführen, zumal er ja noch nicht einmal dort auftrete. Allerdings berichten Kreise, dass David Bowie schon ganz bald mit der Frühmaschine BA 981 von Berlin nach London fliegt, um den bei Blur ausgestiegenen Graham Coxon bei den anstehenden Reunionkonzerten zu ersetzen.

Lesen Sie nächste Woche: Wie es Michael Hirte gelang, sehr viele Buchstaben hintereinander fügen zu lassen, bis die Autobiographie "Der Mann mit der Mundharmonika – mein Leben" fertig war; worin das Erfolgsgeheimnis von Queen Latifah laut ihrem Ratgeberbuch "Mit Termin(en) zum Erfolg" besteht und warum es als gesichert gelten kann, dass David Bowie das Drehbuch zum "Feuchtgebiete"-Blockbuster schreiben wird.