×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Berlin Festival 2014

Die Tipps der Redaktion

Das erste Berlin Festival im Kreuzberger Arena Park steht vor der Tür und hält neben den großen Namen mehr geschmäcklerische Geheimtipps denn je parat. So oder so: Grund genug, euch noch ein paar dringende Empfehlungen mit auf den Weg zu geben.
Geschrieben am

Onra (FR)

Samstag 23:45 - 01:00, Glashaus
Arnaud Bernard alias Onra ist ein Beat-Schmied der alten Schule  - und macht doch einiges grundlegend anders. Geschult an klassischer Sampling-Kunst, weiß er den slicken Pop der Achtzigerjahre genauso in präzise rollende HipHop-Instrumentale umzubauen wie traditionelle Volksmusik aus Vietnam. Und doch will das alles so gar nicht nach ewig gestriger Boom-Bap-Romantik klingen. (PF)
Coely (BE)
Samstag 19:00 – 19:45, Glashaus
Wunderkind zum ersten: Die junge Belgierin wird nicht zu Unrecht heiß gehandelt. Sie ist tough, selbstbewusst, und gleichermaßen mit beeindrucken Rap Skills und einer souligen Engelsstimme gesegnet. »Now i wanna be bigger than life«, fordert sie heute nach harter Kindheit. Könnte klappen. Bleibt natürlich die Frage, ob sie sich weiterhin ihre Brüche und ihre große Klappe gönnt, oder sich zum R’n’B-Sternchen machen lässt. Wir hoffen und setzen auf ersteres. (DK)
Bombay Bicycle Club (UK)
Samstag 20:00 - 21:00, Arena Mainstage
Mit ihrem Hit »Always Like This« sorgten sie bereits 2009 für volle Tanzflächen. Mittlerweile ist ihr viertes Album »So Long, See You Tommorow« erschienen und die Band hierzulande vielleicht fast schon etwas in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, füllen sie in ihrer Heimat doch immer noch die großen Hallen. Bombastischer Indie-Rock, der nicht vor Pathos und Dramatik zurückschreckt - und gerade deswegen immer noch sehenswert ist. (FO)
Jacques Greene (CA)
Freitag 02:00 – 03:15, Glashaus
Der kanadische Produzent Jacques Greene veröffentlicht bereits seit 2010 eine umwerfende EP nach der anderen und demonstriert dabei auf äußerst eindrucksvolle Art und Weise, wie man die perfekten Elegien für den Club schreibt. Techno, House und andere Spielarten der elektronischen Musk dienen dabei lediglich als Vehikel für die wehmütigen und doch treibenden Club-Hybride. (PF)
Bishop Nehru (US)
Sonntag 17:00 – 17:40, Splash! Mag Stage
Wunderkind zum zweiten: Der MC aus New Jersey mag erst 17 Jahre alt sein, aber seine Raps, die er mit allerfeinstem Boom Bap serviert, klingen als hätte er das Rappen noch vor dem Sprechen gelernt. Vermutlich war es auch so. Kendrick Lamar und der Wu-Tang Clan haben Nehru schon ihre Props ausgesprochen, MF Doom hat gar ein komplettes Album mit dem Jungspund aufgenommen (VÖ Ende September)  – klare Kiste, dass man diesen jungen Herren anschauen muss. (DK)
Warpaint (US) Sonntag 17:00 - 18:00, Arena Mainstage
Die Band aus Kalifornien stand einst für Post-Punk mit L.A.-Attitüde. Zehn Jahre später: Die Haltung ist geblieben, der Sound hat sich nach und nach zu elektronisch beeinflusster Pop-Musik entwickelt, die von ihrem schroffen, aber einzigartigem Sound lebt. Die Musik von Warpaint ist treibend, repetitiv und höchst atmosphärisch, was sie live immer wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. (FO)
Jessie Ware (UK) Sonntag 18:30 – 19:30, Warsteiner Mainstage
Die Britin löst mit ihrem zweiten Album »Tough Love« das ein, was sich schon mit einem Hit wie »Wildest Moments« und einem Debüt wie »Devotion« ankündigte: Sie wird ein neuer, schillernder Stern am Pop-Himmel. Wer das zu hochgegriffen findet, der lausche und lerne an diesem Abend. Mit »Say You Love Me« umgarnt sie zwar das Formatradio-Publikum, aber so lange sie uns dabei weiterhin mit so dunkel groovenden Songs wie »Desire« versorgt – geht das völlig klar. (DK)