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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Where’s The Beef?

Die Pop-Battles des Jahres

Popstars gegen Rockstars gegen DJs gegen Haustiere gegen Festivals – auch 2014 war ein Jahr der amüsanten Battles. Katja Peglow hat die wichtigsten zusammengestellt.
Geschrieben am

Grimes vs. Ariel Pink vs. Madonna

Vom gefeierten Pop-Exzentriker zum Harald Martenstein des Indie-Rock: Nachdem sich Ariel Pink in einem Interview abfällig über seine angebliche Arbeitgeberin in spe geäußerte hatte, zog er den Zorn der Electro-Prinzessin und Ice-Bucket-Challenge-Verweigerin Grimes auf sich (»Ariel Pink’s delusional misogyny is emblematic of the kind of bullshit everyone woman in this industry faces daily.«). Der beste Konter kam jedoch von Madonnas Management: »M has no interest in working with mermaids.«

Marvin Gaye vs. Robin Thicke

Kein gutes Jahr für den »Blurred Lines«-Sänger: Erst spielte sich der R’n’B-Casanova mit »Paula« in die Belanglosigkeit, dann zogen auch noch die Nachfahren von Marvin Gaye wegen Plagiatsvorwürfen gegen ihn vor Gericht. Der Welthit sei bei der Soul-Legende geklaut! Ein Gericht gab der Familie des Verstorbenen in erster Instanz Recht. Thicke kommentierte, der Song sei ja ohnehin nicht wie angenommen von ihm, sondern größtenteils von Pharrell Williams geschrieben worden ...

Solange Knowles vs. Jay-Z & Beyoncé

Der größte Skandal des Pop-Jahres sorgte für 99 Verschwörungstheorien und (leider) keine Auflösung. Stattdessen: perfektes Krisenmanagement wie immer im Hause Knowles-Carter. Nur die Queen of Selbstbeherrschung schaffte es, die ominöse Fahrstuhl-Attacke (»Solangegate«) im kürzlich veröffentlichten »Flawless«-Remix zweitzuverwerten – natürlich, ohne Licht ins Dunkel zu bringen. »Sometime shit goes down when there’s a billion dollars on an elevator [okay?!].«

Mark Kozelek (Sun Kil Moon) vs. The War On Drugs

Epische Ausmaße nahmen auch die Zänkereien von Mark Kozelek an, der sich während eines Festivalauftritts von der amerikanischen Indie-Rock-Band The War On Drugs gestört fühlte. Mit »War On Drugs: Suck My Cock« und »Adam Granofsky Blues« veröffentlichte der Sun-Kil-Moon-Sänger gleich zwei Diss-Tracks und zog bei jeder sich bietenden Gelegenheit über die »whitest band I’ve ever heard« und »Starbucks-Rocker« her.

deadmau5 vs. Arcade Fire
Mensch vs. Maschine, die 326.: »Dafuqs yer problem [with computers]?« wetterte deadmau5 nach dem Coachella-Auftritt von Arcade Fire auf Twitter gegen die kanadischen Indie-Rocker. Die hatten zuvor sämtliche Bands gelobt, die noch auf richtigen Instrumenten spielen. Umgehend schossen Arcade Fire zurück und bauten in ihrem nächsten Set die berühmte Mausmaske an der Stelle »Do you like rock and roll music?« im Song »Normal Person« ein. 

Rock am Ring vs. Grüne Hölle
Grüne Hölle wird im nächsten Jahr erstmalig am Nürburgring stattfinden. Damit läuft das Festival in direkter Konkurrenz zum Traditionsfestival Rock am Ring, das ein Wochenende später im nah gelegenen Mendig veranstaltet wird. Schon längst geht es nicht mehr um den Standort und die Namensrechte. Das Duell der Festivalgiganten ist mittlerweile zum erbitterten Rosenkrieg zwischen den beiden Veranstaltern geworden, die sich vor Gericht über die korrekte Autobahnabfahrt zum Festivalgelände zanken. Na super, wenn zwei sich streiten, freuen sich am Ende doch wahrscheinlich wieder nur die – ohnehin schon vollen – Taschen von Metallica.

John Cleese vs. Taylor Swifts Katze
Bester Catfight 2014: In einer US-Talkshow ließ der britische Komiker kein gutes Haar an Swifts neuer schottischer Faltohrkatze, die im Sturm die Internetherzen erobert hatte. »Das ist die sonderbarste Katze, die ich je gesehen habe. Wie ist dieser Unfall passiert? Ist das eine richtige Katze?« Swift reagierte not amused und fuhr beim Anblick von Cleese’ nicht ganz so niedlicher großer Katze ebenfalls verbal die Krallen aus: »Das ist ein Monster.« Meow!