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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Von Wynton Marsalis zu Britney Spears

Die HipHop-Geigerin

Bis jetzt kennt man vor allem die gesampleten kleinen Stückchen klassischer Musik, die in Songs integriert werden. Ein Soundteppich oft, mehr nicht. KanYe West jedoch kann sich auf seine Fahnen schreiben, eine eigene "HipHop-Geigerin" in seinen Sound zu integrieren: Miri Ben-Ari. Und er tut das in
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Bis jetzt kennt man vor allem die gesampleten kleinen Stückchen klassischer Musik, die in Songs integriert werden. Ein Soundteppich oft, mehr nicht. KanYe West jedoch kann sich auf seine Fahnen schreiben, eine eigene "HipHop-Geigerin" in seinen Sound zu integrieren: Miri Ben-Ari. Und er tut das in gewohnt überzogener Weise: "Miri Ben-Ari is to hip-hop now what Miles Davis was to Jazz back in the day! She`s re-inventing a whole new Hip-Hop sound!?"

Jetzt veröffentlicht sie ihr erstes HipHop-Album. Unter den Gästen sind u.a. eben KanYe, Scarface, Pharoahe Monch und die Legende Doug E. Fresh. Die erste Single "Jump and Spread Out" featuret Fatman Scoop und Vicious.

Tatsächlich kann Miri bereits auf eine längere Karriere im Jazzbereich zurückblicken und kommt keineswegs aus dem Nichts. Die aus Tel Aviv, Israel stammende junge Frau siedelte für ihre Ausbildung in die USA über und hatte schon bald einen Mentor: Wynton Marsalis, einen der renommiertesten Jazztrompeter überhaupt. Miri begann, Jazzplatten zu veröffentlichen, Marsalis ließ es sich nicht nehmen, Gastrollen zu übernehmen. Dann stieß sie auf R&B und HipHop.

Innerhalb kurzer Zeit produzierte und schrieb sie für Britney Spears, Alicia Keys, Wyclef Jean, Jennifer Lopez, Janet Jackson und eben KanYe West. Besonders die Zusammenarbeit mit ihm machte sie berühmt, weil sie publikumswirksam auch auf Tour ging. Hoffentlich wird sie nicht als die neue Vanessa Mae in die Annalen eingehen.