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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Springer

DIE HAUT

Remixe sind gerade im klassischen Independent-Lager schwer en vogue, nun also die seit gut 15 Jahren mit trockenen Instrumentals und hochkarätigen GastsängerInnen erfolgreichen Berliner DIE HAUT mit ihren "Spring"-Bearbeitungen. Stilistisch geht's mit innerhalb ihrer Genres in der ersten Liga spiele
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Autor: intro.de

Remixe sind gerade im klassischen Independent-Lager schwer en vogue, nun also die seit gut 15 Jahren mit trockenen Instrumentals und hochkarätigen GastsängerInnen erfolgreichen Berliner DIE HAUT mit ihren "Spring"-Bearbeitungen. Stilistisch geht's mit innerhalb ihrer Genres in der ersten Liga spielenden Artists quer durch den Gemüsegarten: SCANNER eröffnet mit für seine Verhälntisse extrem hymnischen Grooves, ATOM HEART liefert einen Achtminüter mit Jazzinfusionen, HANS NIESWANDT mit Vocals von Alex Hacke einen formidablen "Elvis Is King - Disco Sucks"-Disko-Stomper. JIM O'ROURKE verstrickt sich in nicht enden wollende Abgründe, TO ROCOCO ROT machen MICROSTORIA Konkurrenz. Auch wenn OVAL ihr angestammtes Terrain um keinen Mausklick verlassen, was auch für MAD PROFESSOR und den als Remixer wohl eher überschätzten ALAN VEGA gilt, unterm Strich steht hier ein äußerst amüsantes Hörvergnügen zum Mid Price.
TECHNO ANIMAL haben für ihr neues Projekt die Idee der jamaikanischen Soundclashs wiederaufgegriffen, und so gibt es zu den fünf Originalen jeweils Versions von PORTER RICKS, UI, SPECTRE, TORTOISE und ALEC EMPIRE. Nicht die schlechteste Mannschaft, die wie gewohnt angedubbten, aber knallharten Postindustrial-Tracks von TECHNO ANIMAL auf eine neue Ebene zu heben. PORTER RICKS ziehen den Umkehrschluß und führen das erfrischend groovige "Demonoid" zurück in eine ureigene TECHNO ANIMAL-Landschaft. Sehr reduziert dann UI mit Kontrabaß und Banjo-Sprengseln, SPECTRE liefern einen Düster-Dub-Marsch ab, TORTOISE sind auf Breakbeat-Abwegen mit freundlichen Geräuschen aus dem analogen Dub-Zitatenschatz, und ALEC EMPIRE zieht - zuletzt zu oft gehört - großkalibrig in die Breakbeat-Lärmschlacht. Klangkaskaden für Freigeister und WIRE-Leser.