×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Die Ekstase der Möwen

Samba

Fluffiger Assoziationspop mit himmelschreienden Gitarren – Samba sind nach 15 Jahren Gegenhass mittlerweile eine Band wie jede andere. Ist das gut? Schlecht? Wer weiß das schon.
Geschrieben am

Die Pferde, auf denen Samba einst durch die blühenden Landschaften des kalkulierten Deutschpopbooms ritten, bekommen längst ihr Gnadenbrot in den feuchten Kellern des Sony-Imperiums. Grandioser scheiterte keine Idee, hämischer wurde nie wieder kommentiert. Die honorige Münsteraner Indie-Gemeinde zeigte 1996 lokalpolitisch bedingtes Mitleid, der Rest der Republik beziehungsweise die verhärmte Achse der Anständigen ließ die Sektkorken knallen. Der ewige Gegner: Samba. So viel war und ist sicher. Doch ist es nicht an der Zeit, Knut Stenert mittlerweile als Musiker, gar Menschen zu beurteilen? Warum nicht, mir ist eh alles egal. Also: Fluffiger Assoziationspop mit himmelschreienden Gitarren, heimelig, klug arrangiert. Aufstehen, Lieder hören, sich der ewigen Freiheit hinterhersehnen. Das ist das Samba-Universum, war es wahrscheinlich schon immer. Keine Wunden mehr von den Zuckerkick-Schlachten. Irgendwer sollte einen Film über dieses Album drehen. Wir sahen alle so gut aus, so gut aus.

In drei Worten:  DEUTSCHPOP / HEIMWERK / LANDSCHAFTEN