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Mit Marsimoto, Drangsal, Aisha Badru u.v.m.

Die besten Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Platten der Woche für euch gehört. Diesmal mit Marsimoto, Drangsal, Okkervil River u.v.m.

Geschrieben am

Marsimoto »Verde« (Green Berlin / Sony)
Mit seinem fünften Album »Verde« lenkt Marsimoto seinen üblichen Overkill an Ideen erstmals und endlich in etwas geordnetere Bahnen. Was bei ihm künstlerische Hemmungen hätte hervorrufen können, gelingt tatsächlich ganz großartig: Auch wenn der giftige Troll von seinen Geschichten aus dem beschwerlichen Alltag eines kiffenden HipHop-Fans nicht lassen wollte, sind die 14 Tracks eine Schatztruhe an überlegenem Humor, geschickten Formulierungen und gelungenen Storylines, die manchmal – gewollt oder ungewollt – sogar eine substanzielle Aussage bereithalten.
Christian Steinbrink

Marsimoto

Verde

Release: 27.04.2018

℗ 2018 Four Music Productions GmbH

Drangsal »Zores« (Caroline / Universal)
Dem Bezug auf New-Wave-Pop der frühen 1980er, der Drangsal noch auf dem ersten Album bestimmte, wird hier die Tendenz zu einer unverhohlen poppigen Stil-Variante desselben Jahrzehnts zur Seite gestellt. Das funktioniert so gut, dass die halbakustisch jangelnden Gitarren echte Euphorie auslösen. In einigen Momenten ist selbst Johnny Marr nicht weit. Dazu tragen auch die auf diffuse Weise wissend unwissenden Texte bei, in denen sich ein lyrisches Ich tastend auszuprobieren scheint. Drangsal gelingt es so, eine Popsprache zu etablieren, die jenseits des menschelnden Mindestkonsens’ liegt, von dem Pop hierzulande zunehmend geprägt wird.
Mario Lasar

Drangsal

Zores

Release: 27.04.2018

℗ 2018 Drangsal, under exclusive license to Caroline International, a division of Universal Music GmbH

Blossoms »Cool Like You« (EMI / Universal)
Ungeachtet aller dezenten 1980er-Einflüsse und lyrischen Entwicklungen, entwirft das Quintett aus Stockport auch auf seiner zweiten LP melodieverliebten Indie-Pop. Folgerichtig wirft »Cool Like You« auch nicht wenige großartige Songs ab, aus denen neben dem melancholischen »Between The Eyes« die mitreißenden »Unfaithful« und »Lying Again« hervorstechen. Da fällt es auch nicht besonders ins Gewicht, dass einzelne Stücke wie die erste Single »I Can’t Stand It« nicht restlos zu überzeugen wissen.
Dirk Hartmann

Blossoms

Cool Like You (Deluxe)

Release: 27.04.2018

A Virgin EMI Records release; ℗2018 Universal Music Operations Limited

Aisha Badru »Pendulum« (Nettwerk / ADA / Warner)
Die New Yorker Singer/Songwriterin vereint auf ihrem Debüt Gegensätze, die plötzlich überhaupt nicht mehr widersprüchlich wirken. Gerade noch knarzen die Saiten von Badrus Akustikgitarre in schönster Folk-Manier, schon überschwemmt Orchesterklang die Szenerie. »Pendulum« ist werbetauglicher Pop, der keinen Zweifel an seinen Indie-Wurzeln lässt. Tatsächlich verdankt die Musikerin ihren ersten Karriereschub dem Einsatz ihres Songs »Waiting Around« in einem TV-Spot. Ihr letztendlicher Durchbruch aber wird dieser Platte geschuldet sein.
Verena Reygers

International Music »Die besten Jahre« (Staatsakt / Caroline / Universal)
Was an Dynamik fehlt, wird durch die charmante Spelunkenatmosphäre wettgemacht – der letzte Mann an der Theke (so ein passendes Assoziationsbild) ist eben kein proaktiver Zeitgenosse. Ob wohlige Passivität das Mittel für Erfolg ist, darf angezweifelt werden, doch sie können ja auch anders: So was wie Hitmaterial befindet sich vor allem im ersten Teil der Platte, wo International Music mit kleinen, aber schönen melodischen Einfällen (die Gitarren in »Du Hund«!) aufwarten und mit dem Schmiss von »Cool bleiben« auch mal aus den Sesseln aufstehen.
Kai Wichelmann

International Music

Die besten Jahre

Release: 27.04.2018

℗ 2018 Staatsakt.

Okkervil River »In The Rainbow Rain« (ATO / PIAS / Rough Trade)
Die kontinuierliche Transformation führt die Band nun weiter, wir hören Synthies und hie und da zuckrige und teilweise blutleere Streicherarrangements. Das ist schade, man möchte hinter vorgehaltener Hand gerne laut »Überproduktion!« rufen. Das Songwriting ist jedoch größtenteils intakt, mitunter wieder ganz fantastisch, wie im Opener »Famous Tracheostomies«, der sogar mit einer hübsch gesetzten »Waterloo Sunset«-Referenz der Kinks aufwartet.
Kai Wichelmann

Okkervil River

In the Rainbow Rain

Release: 27.04.2018

℗ 2018 ATO Records, under exclusive license to [PIAS]

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