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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Her, Frankie Cosmos, The Voidz u.v.m.

Die besten Platten der Woche

Wir haben wie immer die besten und wichtigsten Platten der Woche für euch gehört. Diesmal mit Her, Frankie Cosmos, The Voidz u.v.m.

Geschrieben am

Her »Her« (Barclay/Universal)
Im August des vergangenen Jahres starb Simon Carpentier, die eine Hälfte der Band, an Krebs. Das hätte durchaus das Ende von Her bedeuten können, jedoch entschied sich Victor Solf für ein Weiterbestehen der Formation. Tatsächlich klingt »Her« wie eine Gemeinschaftsarbeit. Überhaupt ist es beeindruckend, wie gut sich der dunkle Gesang Solfs mit der helleren Intonation von Carpentier ergänzt. Das gilt nicht nur für die bereits bekannten Songs, sondern auch für neue Stücke wie das mitreißende »Icarus« oder den hymnischen Bonus-Track »Together«.
Dirk Hartmann

Her

Her

Release: 30.03.2018

℗ 2017 FAM Records

Frankie Cosmos »Vessel« (Sub Pop/Cargo)
Zwischen Grunge-Akkorden, melodischen Riffs und repetitiven Songstrukturen, die sich mit der Zeit selbst überdrüssig werden, verlässt sich der Bedroom-Lo-Fi-College-Punk auf »Vessel« jedoch manchmal zu sehr auf die Boy/Girl-Erzählungen (»Ballad Of R & J«) oder morgendliche Aufwärm-Banalitäten (»Bus Bus Train Train«) aus diesen fraglos putzigen Tagebuch-Offenbarungen.
Benni Bender

Frankie Cosmos

Vessel

Release: 30.03.2018

℗ 2018 Sub Pop Records

The Vaccines »Combat Sports« (Columbia/Sony)
Man will gar nicht wissen, wie NME und Konsorten reagieren würden, wenn eine Newcomer-Band den Britpop dermaßen defibrillieren würde, wie es die Vaccines nun mit der Kinks-Hommage »Take It Easy« oder »Surfing In The Sky«, der Turbo-Variante eines jeden Interpol-Hits, tun. Next big thing sein kann jeder – hier schickt sich jemand an, sich darüber hinaus wirklich langfristige Relevanz zu erspielen.
Jan Martens

The Vaccines

Combat Sports

Release: 30.03.2018

℗ 2018 Sony Music Entertainment UK Limited

 The Voidz »Virtue« (Cult/RCA/Sony)
Der eingängige Opener »Leave It In My Dreams« changiert charmant zwischen Catchiness und Melancholie und könnte durchaus Strokes-Material sein. Im sinistren »QYURRYUS« kultiviert Julian Casablancas seinen Trademark-Gesang, der bisweilen so klingt, als habe er sich vor der Aufnahme erst einmal ordentlich betrunken. »Permanent High School« schwelgt in Sehnsucht, »We’re Where We Were« verliert sich in Gitarrengewittern, und am Ende wird es in »Pointlessness« sakral.
Annette Walter

The Voidz

Virtue

Release: 30.03.2018

℗ 2018 RCA Records, a division of Sony Music Entertainment

KMPFSPRT »Gaijin« (People Like You/Sony)
Ja, KMPFSPRT stehen jetzt auf Chöre, etwa in »Pauken & Trompeten«. Vielleicht ein wohliger Ausgleich für das Unbehagen und die Wut, die der Alltag immer noch und vielleicht immer stärker hervorruft: »Wir kleiden uns schwarz, weil es dunkler nicht geht« (»Schwarz«). Gegen Dummheit und Missstände spielen KMPFSPRT auch auf »Gaijin« (japanisch für Außenseiter) wieder an.
Klaas Tigchelaar

KMPFSPRT

Gaijin

Release: 30.03.2018

℗ 2018 People Like You Records

The Garden »Mirror Might Steel Your Charm« (Epitaph/Indigo)
Auch auf ihrem dritten Album wuchert die Musik von The Garden organisch in (fast) alle erdenklichen Richtungen, ist zugleich wunderschön und Platzangst verursachend wie ein unberührter Urwald. Zwar lassen sich die Arbeiten der zwei Kalifornier noch am ehesten mit der Bezeichnung »Punk« fassen, aber »Mirror Might Steal Your Charm« braucht nur eine Handvoll Songs, um mal wieder schneller zwischen Hardcore und Electro, HipHop und Lo-Fi, Noise-Rock und Nasenflöte hin und her zu springen als eine außer Kontrolle geratene Shuffle-Funktion.
Jan Martens

The Garden

Mirror Might Steal Your Charm

Release: 30.03.2018

℗ 2018 Epitaph

The Shacks »Haze« (Big Crown/Groove Attack)
Vielleicht ist »Haze« keine hitzige Flamme, dafür eine stetige. Obwohl sich der Retro-Sound von The Shacks zwischen Rock und Soul verorten lässt, hält die Band sich fern von lauten Einschüben, ausufernden Soli oder treibenden Gitarren. Mit gezupften Saiten und Lo-Fi-Strukturen bleibt ihr Stil gediegen, der leicht nasale Schlafzimmer-Gesang von Shannon Wise ist sicher auch nicht ganz unschuldig daran, wenn Assoziationen zu The Velvet Underground und vor allem Nico geweckt werden.
Lena Zschirpe

The Shacks

Haze

Release: 30.03.2018

℗ 2018 Big Crown Records