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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Father John Misty, Ame, Danger Dan u.v.m.

Die besten Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Father John Misty, Ame, Danger Dan u.v.m.

Geschrieben am

Father John Misty »God’s Favorite Customer« (PIAS / Rough Trade / VÖ 01.06.18)
Musikalisch bleibt das vierte Album des einstigen Drummers der Fleet Foxes altbekannt, zwischen glitschigem Soft Rock und majestätischer Folk-Hymne. Höhepunkt ist sein klarster Beatles-Moment »Disappointing Diamonds Are The Rarest Of Them All«: »And a love that lasts forever really can’t be that special. Sure we know our roles, and how it’s supposed to go. Does everybody have to be the greatest story ever told.« Alles klar?
Christian Steigels

Father John Misty

God's Favorite Customer

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Bella Union

Âme »Dream House« (Innervisions / Rough Trade)
Die Tracks auf »Dream House« stehen zwar für sich, sie werden aber durch einen speziellen Vibe verbunden. Sequenzen drehen sich um sich selbst, kreisen und werden in die nächste Idee gezogen. Das alles hört sich so leicht, so frei und trotzdem so intensiv an, dass es unmöglich ist, sich dem davon ausgehenden Sog zu widersetzen.
Konstantin Meier

Âme

Dream House

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Innervisions

Danger Dan »Reflexionen aus dem beschönigten Leben« (JKP / Warner)
Es geht um Feminismus, Rebellion, Beziehungsfähigkeit zu anderen und sich selbst und um Lustigkeit als gesellschaftlichem Zustand. Das Ganze hat kein einheitliches Konzept und will es auch nicht haben. Es changiert zwischen selten aufgeführter Härte (»Piss in den Käfig«) und fröhlicher Irritation (wie in der ziemlich unwahrscheinlichen Zusammenarbeit mit dem Prinzen Sebastian Krumbiegel auf »Die Prinzentragödie«). Es hat freshe Beats, aber auch Rockgitarren und Auto-Tune und erzählt stellvertretend Biografisches aus einem ziemlich weißen und doch grauen Deutschland.
Claudius Grigat

Danger Dan

Reflexionen aus dem beschönigten Leben

Release: 01.06.2018

℗ 2018 JKP Jochens Kleine Plattenfirma GmbH & Co. KG

Morcheeba »Blaze Away« (Fly Algaric / Indigo / VÖ 01.06.18)
Da sind sie wieder, die umtriebigen Briten Morcheeba, mit dem neunten Album. Bekanntlich traten sie Mitte der 1990er in die Fußstapfen von Massive Attack und machten als Londoner den Bristol-Sound radiotauglich. »Blaze Away« ist Trip-Pop wie eh und je und punktet mit interessanten Gästen. Das alles stört in keiner nächtlichen Hotelbar, macht beim dritten Gin-Tonic oder gepflegten Weed-BBQ wohl Spaß, gewinnt aber auch keinen Innovationspreis.
Claudius Grigat

Morcheeba

Blaze Away

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Skye & Ross Ltd

Oneohtrix Point Never »Age Of« (Warp / Rough Trade / VÖ 01.06.18)
Greller als auf seinem neuesten Album brandschatzte der Virtuose des Synthetischen aber noch nie in allen Lagern der gegenwärtigen Musikwelt. Denn inmitten des stilvollen Verwurstens von Stimmen und Strophen (»Black Snow«) und des Durchtränkens jedes Soundbytes mit zutiefst psychedelischer Ästhetik (»Warning«, »RayCats«) erzeugt »Age Of« immer wieder Momente nackter Verzückung, die selbst die Bastelscheren unter den Abgestumpften noch zu packen wissen.
Nils Schlechtriemen

Oneohtrix Point Never

Age Of

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Warp Records

Natalie Prass »The Future And The Past« (ATO / PIAS / Rough Trade / VÖ 01.06.18)
Anstatt weiterhin intime Kammerpop-Miniaturen zu produzieren, zieht Prass die Streicher und Bläser, Pianos, Synthies und die klassische Rock-Besetzung jetzt zur Hymnen-Produktion heran. Die Single »Short Court Style« ist mit ihrem Disco-Vibe einer Donna Summer und ihrer Funk-Pop-Coolness ein Musterbeispiel hierfür. »Oh My« und »Ain’t Nobody« schlagen in eine ähnliche, noch mit R’n’B-Einflüssen versetzte Kerbe. »The Future And The Past« ist ein famoses Pop-Album, das die Liebe in Zeiten der Populisten feiert.
Marius Wurth

Natalie Prass

The Future and the Past

Release: 01.06.2018

℗ 2018 ATO Records, under exclusive license to [PIAS]

Abay »Love And Distortion« (Lovers & Friends / Al!ve / VÖ 01.06.18)
Lässt man »Lucid Peel« und »In Transit« außen vor, deren auf ein lärmendes Finale ausgerichtete Strukturen durchaus auch von Blackmail hätten gezimmert sein können, lässt Abays – mittlerweile zu einem Quartett gewachsene – Band unter eigenem Namen die Waage auf ihrem Zweitwerk nun allerdings meist zur herzchenverzierten Seite ausschlagen: Liebe zur großen Geste, die manche Songs in die Nähe einer weniger unausstehlichen Variante von 30 Seconds To Mars rückt, Liebe für Frank Zappa, die so weit geht, dass »Plastic« ganz unverhohlen die Gesangsmelodie von »Bobby Brown« mopst, und immer wieder Liebe zum Experiment, wenn sich etwa »Lemonade« in einem minutenlangen Saxofon-Solo verliert.
Jan Martens

ABAY

Love & Distortion

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Lovers + friends

Laura Carbone »The Empty Sea« (Duchess Box / H’art)
Während der betörende Opener »Grace« an Juanita Stein (Howling Bells) erinnert, ruft die düstere Single »Cellophane Skin« Assoziationen zu The Kills hervor. Dabei klingt Laura Carbones Indie Noir wie im dringlich-wuchtigen »Old Leaves Shiver« nie nach einer Kopie, sondern stets eigenständig. Alle, die sich von melodieverliebter Verträumtheit einnehmen lassen können, sollten dieses hervorragende Album schon bald ihr Eigen nennen. Alle anderen aber auch.
Dirk Hartmann

Laura Carbone

Empty Sea

Release: 01.06.2018

℗ 2018 Duchess Box Records