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Mit Chvrches, Wooden Shjips, Actress u.v.m.

Die besten Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit Chvrches, Wooden Shjips, Actress u.v.m.

Geschrieben am

Chvrches »Love Is Dead« (Vertigo Berlin / Universal)
Sensorische Überreizung, begradigende Auto-Tunes, überdrüssige Synthie-Arpeggien und reflexbasiertes Wiederholungsparadigma überladen »Love Is Dead« so unausstehlich, dass die Visionen vom Verlassen der Komfortzone auf den vor Dubstep und Future-Bass rumpelnden Vibratos von Tracks wie »Miracle« zu schnell vergessenem Feinstaub zerfallen. Der vocoderverliebte Call/Response-Singsang auf Helium, mit dem Greg Kurstin als hauptverantwortlicher Produzent schon Sia zermürbte, macht Chvrches zu legitimen Feature-Gästen des nächsten Kinder-Trance-Samplers der Schlümpfe.
Benni Bender

CHVRCHES

Love Is Dead

Release: 25.05.2018

A Vertigo Berlin release; ℗2018 CHVRCHES, under exclusive license to Universal Music GmbH

Wooden Shjips »V.« (Thrill Jockey / Rough Trade)
Das Gitarrenspiel Johnsons wird weiterhin dominiert von Hall- und Delay-Effekten und seinen ausufernden Solos. Zusammen mit der säuselnden Orgel und einer stoischen Rhythmik entsteht so eine warme, bekiffte Klangkulisse. Beginnt das Album mit dem Opener »Eclipse« zunächst noch mit einem treibenden Wall-of-Sound-Donner, löst sich der Druck frühestens bei den einnehmenden Songs »Red Line« und »Staring At The Sun«, und man bekommt eine recht plastische Vorstellung davon, wie es sich anfühlen muss, in der Sonne zu zerfließen.
Timo Weber

Wooden Shjips

V.

Release: 25.05.2018

℗ 2018 Thrill Jockey Records

Actress x London Contemporary Orchestra (Ninja Tune / Rough Trade)
Actress als Dirigent eines Orchesters, der Streicher wie Bläser, Schlag- und Zupfinstrumente nach seinem Gutdünken in neue Bahnen lenkt. So klingen »Galya Beat« und »Chaos Rain« wie Schönberg auf Engelstrompeten, nur in unterschiedlichen Stadien, während »N.E.W.« das in anderer Form schon auf dem Album »R.I.P.« wiedererkannte Gefühl der Sehnsucht erneut auf berührende Weise zum Erklingen bringt und »Voodoo Posse, Chronic Illusion« eurasische Chamber-Jazz-Vibes der nicht allzu fernen Zukunft vorwegnimmt. Nur ganz selten bildet elektronische Musik so kunstvoll Grenzüberschreitungen ab wie hier.
Nils Schlechtriemen

Actress & London Contemporary Orchestra

LAGEOS

Release: 25.05.2018

℗ 2018 Ninja Tune

Inner Tongue »Favours« (Mount Silver / Caroline / Universal)
Jeder einzelne der sorgsam hingetupften Töne zwischen Neo Soul, Dark-Pop, Post-2Step, Trip-Hop und Soft Rock zeugt davon, dass die schwere Zeit ein kaum versiegender Quell an Inspirationen gewesen sein muss, den Inner Tongue für sich zu nutzen gelernt hat. Die zeitweilig aufgezwungene Introspektive kontert er nun mit exaltiert-souligem Gesang, gerne auch im Falsett. Das ergänzt diesen immer wieder aufs Neue überraschenden, von überbordender Kreativität gezeichneten Klangreigen auf eine Weise, die uns gemeinsam mit dem Künstler über die zurückgewonnene Freiheit jubilieren lässt.
Kristof Beuthner

Inner Tongue

Favours

Release: 25.05.2018

℗ 2018 Mount Silver Records

Snow Patrol »Wildness« (Polydor / Universal)
Wo auf »Wildness« die im Titel versprochene Wildheit liegen soll, bleibt das Geheimnis Snow Patrols. Wie bereits auf den beiden Vorgängern geht es weiter weg von den Gitarrenwänden des großen Durchbruchsalbums »Eyes Open« aus dem Jahr 2005, hin zu mehr Introspektion, Introvertiertheit, gefälliger Gefühligkeit. Beim Songwriting bewegen sich Snow Patrol weiter von ihren bisherigen Standard-Formeln weg: Sie muten ihren Fans weniger Poppigkeit zu. Damit haben sie vielleicht nicht ihr bestes, aber zumindest vielseitigstes Album geschaffen.
Till Stoppenhagen

Snow Patrol

Wildness (Deluxe)

Release: 25.05.2018

A Polydor Records Release; ℗ 2018 Polydor Ltd. (UK)

Swutscher »Wilde deutsche Prärie« (Staatsakt / Caroline / Universal)
Diese Hamburger torkeln ungeniert von Garagen-Rock und Postpunk zu Chanson und Country, taumeln von Wildwest-Soundtrack zu Zirkusmusik und wirken nicht nur deswegen vom (Wein-)Geist der kompletten hanseatischen Kneipenlandschaft beseelt, sondern auch, weil ihr Sänger wie ein junger Harald Juhnke ins Mikrofon keift. So viel Unverkrampftheit wie auf »Wilde deutsche Prärie« schafft deutscher Indie selten. Manchmal ist Alkohol scheinbar doch eine Lösung.
Jan Martens

Swutscher

Wilde Deutsche Prärie

Release: 25.05.2018

℗ 2018 Staatsakt.

Sankt Otten »Zwischen Demut und Disco« (Denovali / Cargo)
Das aus Stephan Otten und Oliver Klemm bestehende Osnabrücker Duo Sankt Otten ist schon seit 1999 ein Garant für eine stilistische Allianz von Krautrock, Ambient und Electronica auf höchstem Niveau. Daran ändert sich auf Sankt Ottens elfter LP gar nichts, was schon gewohnt starke und tätowierbare Songtitel wie »Ich habe mit der Welt noch ein Hühnchen zu rupfen« oder »Ein bisschen Mitschuld bringt dich nicht gleich um« zeigen, die auch deshalb bemerkenswert sind, weil Sankt Ottens Musik gänzlich ohne Gesang auskommt.
Kristof Beuthner

Sankt Otten

Zwischen Demut und Disco

Release: 25.05.2018

℗ 2018 Denovali Records

Detroit Swindle »High Life« (Heist / Al!ve)
»High Life« zeigt sie trotzdem eher von ihrer optimistischen und sonnigen Seite, was nicht zuletzt an der Zusammenarbeit mit der neunköpfigen Brassband Jungle By Night aus Amsterdam und den Electronic-Durchstartern Seven Davis Jr. und Lorenz Rhode liegen dürfte. Richtig tiefgründig wird es anfangs nicht, die Tracks plätschern trotz Bläserimprovisationen und weiterer Features (etwa auch vom britischen Singer/Songwriter Tom Misch auf »Yes No Maybe«) recht vorhersehbar dahin. Ausnahmen bilden später crispy Instrumentals wie »Freeqy Polly« und »Ex Machina«.
Klaas Tigchelaar

Detroit Swindle

High Life

Release: 28.05.2018

℗ 2018 Heist Recordings

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