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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit A Place To Bury Strangers, Manic Street Preachers u.v.m.

Die besten Platten der Woche

Wir haben wie immer die wichtigsten Veröffentlichungen der Woche für euch gehört. Diesmal mit A Place To Bury Strangers, Mouse On Mars u.v.m.

Geschrieben am

A Place To Bury Strangers »Pinned« (Dead Oceans / Cargo)
Natürlich geht Oliver Ackerman auf »Pinned« wie gewohnt mit überladener Effektbatterie zu Werke, und das Gerüst aus Cold-Wave-Bassläufen, mechanisch-krautigen Drums und Distortion bis zum Abwinken fühlt sich sofort vertraut an. Dennoch hat man das Gefühl, dass infernalische Lärmeskapaden wie etwa in »Never Coming Back« nicht mehr uferlos wüten, sondern ein Stück weit im Zaum gehalten werden. Es finden sich deutlich postpunkigere Elemente als noch auf den Vorgängern, sogar vergleichsweise cleane Gitarrenlinien wie etwa in »Was It Electric«.
Thorsten Streck

A Place to Bury Strangers

Pinned

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Dead Oceans

Mouse On Mars »Dimensional People« (Thrill Jockey / Rough Trade)
Auch wenn die Prominenz der Features weniger wahnwitzig ist als auf dem Vorgänger, dem Kollaborationsalbum »21 Again« aus dem Jahr 2014, begegnet einem gleich auf Track drei die Stimme von Bon Ivers Justin Vernon, außerdem sind Mitglieder von Beirut und The National, aber auch das Neue-Musik-Orchester Ensemble Musikfabrik, die House-Legende Eric D. Clark und der Rapper Spank Rock dabei. Dass das Album deutlich hörbar durchkonzeptualisiert ist, seinen Gästen viel Raum gab – vom »neuen konstruktivistischen Sozialismus« ist die Rede – und trotz Footwork-Beat-Gerüsten nicht wirklich tanzbar ist, ändert nichts daran, dass jeder Moment unterstreicht, wie einzigartig das Duo noch immer klingt.
Steffen Greiner

Mouse On Mars

Dimensional People

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Thrill Jockey Records

Manic Street Preachers »Resistance Is Futile« (Columbia / Sony)
In »Vivian« geht es um die amerikanische Street-Fotografin Vivian Maier, in »Dylan & Caitlin« um die Beziehung des Dichters Dylan Thomas zu seiner Frau, in »International Blue« um den Maler Yves Klein und in »Liverpool Revisited« selbstredend um die aus Sicht der Band stolze Arbeiterstadt (und abermals um die Katastrophe von Hillsborough, bei der 96 Menschen im Fußballstadion starben). Gott sei Dank geht es auch wieder um Politik. Die Manics mögen weder Beats noch Hipness haben, aber sie haben etwas zu sagen – und die Autorität dazu. Zu Recht. Und sie haben die Melodien.
Claudius Grigat

Manic Street Preachers

Resistance Is Futile (Deluxe)

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Sony Music Entertainment UK Limited

Laura Veirs »The Lookout« (Bella Union / PIAS / Rough Trade)
Seit ihrem letzten Werk »Warp And Weft« sind fünf Jahre vergangen, in denen Laura Veirs sich als Teil der großartigen Supergroup Case/Lang/Veirs und als Kollaborateurin für Sufjan Stevens’ »Carrie & Lowell« verdingte. Dieser zahlt das jetzt zurück und setzt auf »Watch Fire« direkt die Programmatik für das gesamte Album: »I’ll keep the watch, I’ll keep the watch fire.« Nach den schmeichelnden und stärkenden 40 Minuten dieses großartigen Albums fühlt man sich tatsächlich wie nach einem Wochenende im Grünen: erholt, geborgen und gestärkt, um die großen Probleme der Welt wieder in Angriff zu nehmen.
Marius Wurth

Laura Veirs

The Lookout

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Bella Union

Isaac Gracie »Isaac Gracie« (EMI / Universal)
Seine Qualität liegt in der ungeheuren Reife, die aus den Songs seines Debütalbums spricht. Sie alle haben ihre Mitte im folknahen Gitarren-Pop, in »The Death Of You & I« nimmt man Gracie sogar die Grunge-Mähne mühelos ab. Das Album glänzt mit toller Produktion und Isaac Gracie mit mal kräftiger, mal brüchiger Jeff-Buckley-Stimme. Wenn man der Platte überhaupt etwas vorwerfen kann, dann, dass sie gegen Ende ein wenig ausplätschert, weil Gracie seine besten Songs (darunter die Single »Last Words«) schon am Anfang verbraten hat.
Kristof Beuthner

isaac gracie

isaac gracie

Release: 13.04.2018

A Virgin EMI Records release; ℗2018 Buried Crowns Ltd, under exclusive license to Universal Music Operations Limited

King Tuff »The Other« (Sub Pop / Cargo)
King Tuff hält jeglichen Erwartungshaltungen süffisant den blanken Hintern hin, wenn er »The Other« mit dem schwerflüssigen wie tieftraurigen Titeltrack beginnt, bevor er doch noch zeigt, dass auch sein Drittwerk wieder eine bunte Tüte voll LSD-versetzter Süßigkeiten ist:»Raindrop« schert sich einen feuchten Kehricht darum, seit wann Disco-Pop und Saxofone eigentlich uncool sind, und »Infinite Mile« mixt frech Power-Pop mit Western-Groove inklusive Mundharmonikasolo.
Jan Martens

King Tuff

The Other

Release: 13.04.2018

℗ 2018 Sub Pop Records