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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Mit Nick Cave, Amy Winehouse, Nirvana u.v.m.

Die besten Hidden Tracks

Trotz des eher ungeliebten Formats machten Hidden Tracks auf der CD einfach am meisten Spaß. Seitdem sich die Songs allerdings in Nullkommanix im Internet suchen lassen, sind sie ein wenig in Vergessenheit geraten. Deshalb gibt’s an dieser Stelle eine kleine Liste unserer allerliebsten versteckten Songs.
Geschrieben am
01 Jarvis Cocker »The Cunts Are Still Running The World«
Mr. Pulp war seiner Zeit mal wieder voraus, als er die gallige Hymne auf die »cunts«, die unseren Planeten vor die Wand fahren, 2006 auf seiner MySpace-Seite veröffentlichte. Später versteckte er sie auf seinem Soloalbum »Jarvis«. Den Song kann man heutzutage fast täglich zur Zeitungslektüre aufdrehen.
02 Amy Winehouse »Brother«
Auf Amys Debütalbum »Frank« passierte nach dem letzten Song noch eine ganze Menge: Auf das Outro folgen gleich zwei Bonustracks. »Brother«, der bessere der beiden, ist eine jazzige Ballade über ihren Bruder und großartig gesungen. Einzig das schräge, fast schon unrhythmische Schnipsen und der seltsame Chorrefrain nerven.
03 Nirvana »Gallons Of Rubbing Alcohol Flow Through The Strip«
Schon auf »Nevermind« konnte man sich über das versteckte »Endless, Nameless« freuen. Auf »In Utero« bescherten uns Nirvana dann das herrlich angesoffene »Gallons Of Rubbing Alcohol Flow Through The Strip« – ein siebeneinhalbminütiges schleppendes Jammen, das von aggressiven Ausbrüchen durchsetzt ist. Der Track wurde 1993 während einer Session in Brasilien aufgenommen. 
04 The Beatles »Her Majesty«
Dieser McCartney-Song gilt als frühes Beispiel eines Hidden Tracks und ist mit seinen 23 Minuten der kürzeste im Beatles-Oeuvre. Auf »Abbey Road« folgt er auf »The End«, ist aber auf dem Album nicht gelistet und war ursprünglich auch gar nicht dafür vorgesehen. Es sei »typical Beatles – an accident« gewesen, erklärte McCartney später.
05 Beach House »Wherever You Go«
Während andere Bands oft halbgeiles Zwischenmaterial nutzen, um auf Albumlänge zu funktionieren, hauen Victoria Legrand und Alex Scally auf ihrem vierten Beach-House-Album »Bloom« einfach am Ende einen Hidden Track raus: Dieses verhallte Glanzstück hätte auch als Opener getaugt. Classic Beach House möchte man fast sagen.
06 Eins Zwo »Es ist nicht so wie du denkst«
Es ist die Dreingabe zum Debütalbum »Gefährliches Halbwissen« und auch so ein Song, der in Sachen Qualität und Sprichwortverdreherei mit den regulären mithalten kann. Da wird munter »die Chinesische Mauer getaggt« und die »konsequente Nichtbeachtung imaginärer Keuschheitsgürtel« zelebriert, alles unter Dendes Ansage: »Ich will Platten verkaufen und nicht mich selbst.«
07 Nick Cave & The Dirty Three »Time Jesum Transeuntum Et Non Riverentum«
Ein schwarzes und besonders schwer zu findendes »Easter Egg«: Man hört die eher gesprochene als gesungene Ballade auf dem CD-Sampler »Songs In The Key Of X«, wenn man diesen bei Track 1 startet und dann zurückspult. Die Reise ist’s wert, denn die seufzende Geige und der croonende Cave sind einfach eine unschlagbare Kombination.