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Jetzt Musik

Die Aeronauten

„Ich möchte lieber eine Freundin“ sangen die AERONAUTEN einst. Und weil seit „Introducing Vol. 2“, wo sie selbiges vollführten, einige Zeit ins Land gegangen ist und das mit den Mädchen immer noch nicht recht geklappt hat, geht es jetzt eben um „Mein Freund Eddie Und Ich“. Gemeinsam fährt man mit de
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Autor: intro.de

„Ich möchte lieber eine Freundin“ sangen die AERONAUTEN einst. Und weil seit „Introducing Vol. 2“, wo sie selbiges vollführten, einige Zeit ins Land gegangen ist und das mit den Mädchen immer noch nicht recht geklappt hat, geht es jetzt eben um „Mein Freund Eddie Und Ich“. Gemeinsam fährt man mit dem Automobil durch die „Sexy Welt“, fängt mit der Zeit an, sich für „Countrymusik“ zu interessieren, „sie wengeln den Akkord in einem fort“, warten auf „Game Over“ oder nur auf den „Tag, An Dem Der Maler Kam“ bzw. kommt. Dazu schnödet das Harmonium, ödet das versammelte Bläsertum und gropödet das Schlagzeug. Zugegeben, das letzte Wort gibt es gar nicht, aber die AERONAUTEN haben in ihrer auf diesem Tonträger wohldokumentierten Lebensweisheit aufgehört, bei jedem kleinen Anlaß „Das gibt’s doch nicht!“ zu schreien. Hauptsache, das Leben reimt sich. Oder auch nicht. Jemineh, was ist das aber auch für eine lakonische Platte! So was hört man selten, das heißt, in diesem Falle natürlich eher oft, weil, die Platte ist zwar nicht schön, aber gut. Gut und schön, was ich hatte sagen wollen, war, daß es wenige gebeutelte Existenzen gibt, die, verzweifelt am ganz alltäglichen Wahnsinn, i. e. Beziehungsunmöglichkeiten aller Art, allgemeiner Werteverfall oder dumme Leute auf der Kaufhausrolltreppe zum Beispiel, es vermögen, ihre sanfte Verzweiflung und Ermattung in Tonkunst zu überführen und damit ästhetisch zu überhöhen. Und das auch noch durchaus charmant. Wem Regener zu bildungsbürgertümelnd daherkommt, wird mit den nur wenig codierten Texten der AERONAUTEN nicht unbedingt glücklich werden. Aber die Unmöglichkeit des Glücklichseins bedingt das Leben, da können die AERONAUTEN auch nichts dran machen: „Wir sehen in den Fluß und denken ans Meer.“