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Teil 5 - Darmstadt im Supermarkt

Die Abenteuer von Darmstadt

Mitwirkende:Darmstadt: Timm (T), Sascha (Sa), Silvio (Si), Seppi (Se), Susi (Su), Strolch (St)Außerdem: der Produzent (P) In den Studios, wo Darmstadt, die böseste deutsche Band aller Zeiten, gerade an ihrem neuen Album ar
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Autor: intro.de

Mitwirkende:
Darmstadt: Timm (T), Sascha (Sa), Silvio (Si), Seppi (Se), Susi (Su), Strolch (St)
Außerdem: der Produzent (P)

In den Studios, wo Darmstadt, die böseste deutsche Band aller Zeiten, gerade an ihrem neuen Album arbeitet, sieht es böse aus: überall leere Flaschen und Dosen, leere Chips- und Gummibärchentüten. Alle Bandmitglieder liegen matt auf dem Boden, nur Sänger Timm durchwühlt einen Haufen Plastiktüten auf der Suche nach Eßbarem. Er heult laut auf.
T: Hongörrr! Wöll Fottöörrr!! Sa: Aber es ist doch nichts mehr da, wir haben doch schon geschaut ...
T: Rrrrrraahuuuuuu!!!
Si: Der Produzent kommt erst in zwei Tagen wieder und bringt was mit. - Es hilft nichts. Einer muß einkaufen gehen.
Sa: Oh je ... muß das sein? [Timm verdreht die Augen, stößt gurgelnde Laute von sich und verbeißt sich in einem Keyboard]
Si: Du siehst es ja selber. - Ich geh' jetzt in den Supermarkt.
Se/Su/St: Oooooh, dürfen wir auch mit? Bittebitte?
Si: Na, wenn's sein muß ...
T: Öch wöll ouch möt!
Si: Oje ...

Etwas später. Silvio mit Timm, Seppi, Susi und Strolch zwischen den Regalreihen eines großen Supermarktes. Seppi, Susi und Strolch können ihre Begeisterung nicht im Zaum halten und toben wild in den Gängen herum, Timm - ruhiggestellt mit einem Eis am Stiel - trottet gutmütig hinter Silvio, der den Einkaufswagen schiebt. Der allerdings ist nervös.
Si: Seppi! Susi! Strolch! Ihr sollt bei mir bleiben, habe ich gesagt!! Nehmt euch an der Hand und kommt zu mir zum Wagen! Se: Ooooh! Da hinten! Ein Aquarium! Mit echten Fischen!!
[Sofort rennen alle drei in Richtung Fischtheke]
Si: Halt!! Ihr sollt hierbleiben!! [zu Timm] Warte hier kurz am Wagen, ja? Rühr dich nicht vom Fleck, ich komme gleich wieder!
Silvio läuft los, um die drei einzusammeln. Die haben sich inzwischen getrennt und rennen wieder durch den ganzen Markt. Eine erste Dosenpyramide fällt. Timm steht derweil am Wagen und langweilt sich. Sein Blick fällt auf eine offene Seitentür - ihn packt die Neugier. Er verläßt den Wagen, geht durch die Tür und betritt den Raum daninter - es ist der Kühlraum der Schlachterei des Marktes. Hier hängen reihenweise geschlachtete halbe Schweine und Rinder an Haken. Timm ist schockiert, bleibt mit offenem Mund regungslos stehen.
Eine Dreiviertelstunde später: Timm steht weiter unbeweglich, friert inzwischen bitterlich. Eine Verkäuferin betritt den Kühlraum mit Silvio, der wiederum Seppi, Susi und Strolch, heulend und mit Paketschnur aneinandergebunden, mit sich führt.
Si: Hier steckst du also! Und wir haben dich eine Stunde lang gesucht!! T: [leise] Blut. Tod.
Si: Jetzt komm mit, ist ja alles gut. Wir fahren jetzt wieder ins Studio, ja?
[Er nimmt Timm bei der Hand. Die fünf verlassen den Supermarkt]

Zwei Tage später im Studio: Timm hat zwischenzeitlich kaum gesprochen, heute aber sollen Gesangsaufnahmen gemacht werden.
T: [steht hinterm Mikro und brüllt hinein] Dösö Költö!! Hokön bohrrrön söch ön nocktös Floisch, totö Körrrpörr höngön dorron! P: [wippt hinter der Scheibe mit, tippt den neben ihm stehenden Silvio an] Also, der Timm ... echt krasse Texte, kraß. Wo der die Inspiration dafür nur hernimmt ... der muß ja voll Krasses durchgemacht haben, um so kraß drauf zu sein ...
Si: Jaja