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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Der einzig wahre Ticker zum Berlinfestival 2013

Dickes BF

Eklat auf der Herrentoilette? Knutschende Headliner? Der Yellow-Press-Division von Intro entgeht nichts. Hier bekommt ihr alle schmutzigen Details im minutiösen Protokoll.
Geschrieben am

++ Breaking News ++ Breaking News ++

Den Live-Ticker drei Tage nach Ablauf des Festivals weiter befüllen, halten Sie für idiotisch? Ach, gehen Sie doch zur TV Spielfilm. Mal gucken, was man dort für Sie hat. Wir jedenfalls müssen noch unbedingt weitergeben: Im Publikum bei Tomahwak wurde Michael Stipe (Ex-R.E.M.) gesichtet. Muss man sich mal vorstellen. 

(P.S.: So, Kristina Engel, jetzt, wo ich Deinen Eintrag noch nachgeholt habe, gibst Du mir dann auch meinen Hamster wieder? Du hast es versprochen! Ich hol die Polizei sonst!)

 

23:00 – Fritz Kalkbrenner

Paul oder Fritz - das fragen sich nicht nur werdende Eltern im Prenzlauer Berg, sondern auch /Techno-Jünger/ - wie man schon seit 2003 nicht mehr sagt. Auf dem Berlin Festival entschied man sich für Variante Fritz – also den jüngeren/ älteren der Beiden (unzutreffendes bitte streichen). Und dafür, dass solche "Musik" ohne richtige Instrumente entsteht, konnte man sehr gut mitwippen.
Fazit: Fritz fischt frische Fans!

 

22:00 - Turbostaat
Zuletzt noch bei uns auf dem Deutschpunkspezialtitel – und jetzt keinen Bock gegen die Redaktion »Dosenstechen« zu machen? Dafür möchten sie lieber zur Veganbude ihres Ex-Mischers gehen? Ha, ausgewhimpt, oder was! Oder einfach nur caring boys statt stupide Alkoholiker wie wir. Ich versteh das Rockbiz nicht mehr. Aber Turbostaat haben so geil gefickt live.

 

 

21:23 - Björk
Im Publikum hat sich Rezzo Schlauch eingefunden. Für unsere jüngeren User: Nein, es handelt sich hier weder um den Sänger von Rosenstolz noch um einen Pornostar. Sondern um einen Grünen-Politiker. Steht anscheinend auf Björks Musik. Vielleicht ist das der Grund, warum die isländische Pop-Diva auf der Bühne aussieht, als hätte sie hinter der Bühne noch mal geweint. (Oder war das gar nicht Rezzo Schlauch - höhö, dieser Name! – sondern sein Doppelgänger, also die Leiche von Drafi Deutscher? Verdammte beschlagene Hipsterbrillen. Na, hauptsache Björk geht’s wieder gut.

 

+++Breaking News+++Breaking News+++
Eben Björk mit einem Gebüsch verwechselt. Kann passieren. Kriegt man bei Google auch als Ergebnis über »ähnliche Bildersuche«.

 

 

20:08 - My Bloody Valentine
Kunden, die den Artikel "My Bloody Valentine" kauften, kauften auch "Haben Sie mit mir gesprochen? - Strategien für ein Leben mit Tinnitus". Ganz schön laut hier. Und voll. Und überhaupt!


 

 

19:45 - Casper

Let me entertain you. Was eine Show. Bubble Tea ist ein Scheiß dagegen. XOXO!

 

 

19:31 - Casper

Gerade auch die weiblichen Besucher werden von dem Charme des beliebten Rappers Casper umfangen. Aus technischen Gründen können wir dieses Motiv allerdings nicht auf einem Foto präsentieren, sondern baten stattdessen unseren Schnellzeichner Oskar das Phänomen nachzumalen.

 

 

19:06 – SOHN

Die Sonne geht ganz langsam unter über Tempelhof. Passend dazu serviert der Wahl-Wiener SOHN kuscheligen Post-Dubstep. Der Bass brummt solide unter einer Stimme hinweg, die neben viel Drama zu bieten, auch den Soul verstanden hat. Nebenan wird schon »James Blake« getuschelt.

 

18:04 - Pressebereich

Der moderne Mann von heute trägt Schallplatte zum Shirt. Linus Volkmann zeigt der hauptstädtischen Modeszene, wie man’s macht. Mehr schicke Bandshirts die wir bisher beim Festival gespottet haben, gibt’s hier.

 

 

17:16 – Casper

Am Stand unserer reizenden Lieblings-Schnuffis vom Festivalguide hat sich eine Schlange gebildet. Hinter dem Tresen am Filzstift: Casper. Der junge Mann aus dem »Hinterland« setzt seine drei Kreuze aufs Titelbild der aktuellen Intro und auch auf so manchen Schülerinnen-Arm. 

 

++ Breaking News ++ Breaking News ++

Ist das Wetter nicht schön?

 

 

16:35 – Ellie Goulding

Spielt sie da grade »Your Song«? Ellie Goulding kühlt die Stimmung mit Elton Johns Piano-Ballade etwas runter, nachdem sie ihren Auftritt mit einigen geschmeidig pumpenden Disco-Pop-Nummern begonnen hatte. 

 


 

 

15:38 – Die Orsons

Jetzt aber alle hüpfen! Die Orsons geben die Frühsport-Entertainer und lassen die Hauptbühne springen. Das Pop-Rap-Quartett erfüllt die Rolle der Vorturner mit Bravour und nimmt es sportlich, dass so früh am Tag die Menge vor der Bühne noch ausbaufähig ist. »Könnt ihr euch mal bitte schnell verdoppeln?!« Und weiter hüpfen. Auch im Publikum: Casper, der später hier mit deutlich mehr Andrang rechnen darf.

 

15:01 – Tempelhof

Das Sommerwetter setzt sich fort. Berlin Festival, Tag 2. Intro ist wach und ready. (Foto: Christian Faustus)

 

Auf der nächsten Seite: So war der Freitag

23.10 Uhr – Blur

Spätestens nachdem Blur »Coffee And TV« mit der Hilfe tausender Gastsänger im Publikum beendet haben dürfte klar sein, dass diese Band zum Besten gehört, was Pop in den letzten 25 Jahren zustande gebracht hat. Zehn Jahre weg und dann mit Punktlandung. Albarn, Coxon und co. haben Bock und die Hauptbühne fest im Griff. Oh, da kommt schon »Tender«.

 


 

 

 

22:01 Uhr, Left Boy

 

 

 

André Heller ist der österreichische Künstler, der uns Menschen nicht nur die asiatische Exploitation-Kunstperformanz »Begnadete Körper« brachte, sondern auch noch just for fun den HipHoppper Left Boy zeugte!

 

Big Respect, Dude. Dagegen ist die Dynastie der Manns oder der Wagners ja räudige Inzucht. (Foto der drei Generationen Heller, Oma in der Mitte: Der Standard.at) Und Left Boy steht nun hier in Berlin auf der Bühne. Heimlicher Headlnier - und das obwohl Pet Shop Boys am anderen Ende des Geländes die Leute gerade noch mit »Go West« gepleast haben.

 

 

21.46 Uhr – Tomahawk

Na also, nach den ersten drei Songs hat Mike Patton die Rinderzunge verdaut und gönnt dem Publikum die ganze Spannbreite seines Organs. Die Rhythmusgruppe walzt dazu ein mächtiges Brett aus, nur um Sekundenbruchteile später das nächste Break zu landen. Der breitbeinige Rock funktioniert gut, als Kontrastprogramm zu den Pet Shop Boys.

 

++ Breaking News ++ Breaking News ++

Gerade Peer Steinbrück im Backstage getroffen und versucht, Details zur geplanten Neu-Unternehmensbesteuerung zu diskutieren. Keine Antwort bekommen! 

 

EDIT: Sorry, war wohl eher Neil Tennant von den Pet Shop Boys. 

 

 

20:34 - Get Well Soon

Der Junge von der Popakademie und von hinter den Reglern der aktuellen Casper-Platte sieht von weitem immer noch aus wie der kleine Bubi, der kein Jahr gealtert ist. Dear Reader Musikerin als Special Guest. Die Niedlichen machen einen echt noch fertig!

 

20:12 Uhr – Say Yes Dog

Hier zeigt sich der große Vorteil der »First We Take Berlin«-Stage: man kommt beim Flanieren daran vorbei. Say Yes Dog dürfen sich so während der ersten Minuten ihres Sets über stetigen Publikumszuwachs freuen. Aber wundert das jemanden? Wie smooth und ansteckend ist denn bitte dieser House-lastige IndiePop?! Unbedingt auf den Merkzettel diese Band. 

 

19:47 – Mia.

Kann sich jemand noch an die Band Fanny Pack erinnern und ihre Ode an das Enge-Hosen-Phänomen „Cameltoe“? Keine Ahnung, warum wir da bei den aktuellen Promobildern von Mia. denken mussten.

 

Jene sind dabei übrigens besser als ihr Ruf im Geschmäcklerknast Intro. Das Set besteht gefühlt nur aus Singles, wovon einige einfach Hits sind und die Interaktion zwischen Mieze und den Peoples funktioniert auffallend. Kostüme, Hungriges Herzen, blauer Vogel, Fliegen ohne Fallschirm (Hallo Tempelhof) und so. Rock on. Hier trotzdem der Clip zu „Cameltoe“, geht uns gerade nicht aus dem Ohr.

 

 

 

19:34 - Mike Patton backstage beim Blutwurstkochen

Das Vegetarierer-Armageddon spielte sich in der Crew-Küche ab. Intro-Superbraut Thomas Venker lud Mike Patton und Band (an alle Musikwissenschaftler: Tomahawk) zum "Kochen mit" fürs nächste Heft. Die Band orderte nur Blutwurst, Sülze, Aale, Rinderzunge - und was sonst noch so alles eine Zumutung vom Metzger ist. Doch diesem vermeintlichen Gag ließen sie Taten folgen - und was sie nicht aßen ließen sie sich einpacken. Gute Güte! Tiere essen.

 

 

18:12 – Villagers

Ein bisschen unbeholfen fangen sie da schon an, die fünf irischen Smartboys um Frontmann Conor O’Brien. Mit Akustikgitarre, schick gemustertem Hemd, Sonnenbrille und Schmachtfaktor 3000 hält er seine grundimmanente Singer-/Songwriter-Fahne in den Wind und es werden vornehmlich Songs des aktuellen Albums {Awayland} zum Besten gegeben. Dazwischen wird ein wenig unpassend abgerockt, siehe Foto. Schön anzusehen, schön anzuhören (die Texte!), doch auf Dauer dann doch etwas redundant und einfach zu spannungslos, um an große Vorbilder wie Bright Eyes oder Elliot Smith heranzukommen. Was am Ende für uns zählt: Was steht auf dem Shirt des Drummers? Man ist einfach nicht in der Lage, es hinter den Schlagzeug-Becken zu erkennen. »My dad was... «? Der Leser der unsere Neugier zu befriedigen weiß, gewinnt einen unglaublichen Preis!

 

 

18:23 – The Sounds

Den feinen Kollegen bei der der Hipster-Snob-Selbsthilfegruppe Intro waren The Sounds immer nicht gut genug. Warum eigentlich? Ach so, weil sie gute Melodien, fette Riffs, Kim Wilde beklaut haben und Sängerin Maja Ivarsson mit dem Publikum schäkert und ungezwungen interagiert, ohne dass sie dafür den The-Knife- oder CocoRosie-Ehrentitel bekommen würde. Stimmt. Knallige Bubblegum-Musik, bei der in die Luft gerotzt und die Unterwäsche gezeigt wird. Fresst meinen Hut, ihr Langweiler aus der Redaktionssitzung. The Sounds, ich will ein Kind von dir!

 

17:20 - Bosnian Rainbows

Bisschen schlechtes Gewissen: Vorhin hinter dem Stand im toughen Handbrot-Viertel einem Geek die Jacke gezogen. Jetzt allerdings sieht man ihn gerade auf der Bühne. Das war ja Omar Rodriguez-Lopez von den Bosnian Rainbows (ehemals The Mars Volta)! Wenn du das hier liest, Omar: Dickes Sorry! Jacke kannst du dir bei »Lost & Found« abholen. Getränkemärkchen fehlen, aber die getrockneten Pilze und der vorgedrehte Blunt sind noch drinnen. Peace out! Phattes Set!

 

 

++ Breaking News ++ Breaking News ++

Ein Festival auf einem stillgelegten Flughafen ist ja schon mal ganz geil. Aber was ist mit stillgelegten Bahnhöfen? Da wurde von Festivalveranstaltern neulich in Mainz eine historische Chance vertan. 

 

 

16:03 – OK Kid

Ok Kid sind still und heimlich die hiesigen Newcomer des Jahres geworden. Zeit genug endlich zu featuren, dass die Band Fans von Eintracht Frankfurt in ihren Reihen hat. Europaboggal!

 

 

15:03 Uhr, Flughafen Tempelhof

Berlinfestival ist on. Und wir erst recht. Demnächst mehr auf diesem wertigen Kanal. Wuff!