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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»High Life«

Detroit Swindle

Natürlich verweist die US-Stadt im Namen dieser Band auf die gleichnamige Techno-Spielart. Und obwohl Detroit Swindle die Skills dafür durchaus parat haben, überwiegen hier doch eher blasse Strandbar-Klänge mit Cocktailfähnchen.

Geschrieben am

Obwohl das Duo aus Amsterdam kommt, ist die amerikanische Metropole im Namen eine Referenz. Immerhin wurden Techno und House in Detroit so richtig tief durch die melancholische Werkstattgrube gezogen, was neben Ambient und Electro-Jazz ein relevanter Einfluss für Lars Dales und Maarten Smeets ist. »High Life« zeigt sie trotzdem eher von ihrer optimistischen und sonnigen Seite, was nicht zuletzt an der Zusammenarbeit mit der neunköpfigen Brassband Jungle By Night aus Amsterdam und den Electronic-Durchstartern Seven Davis Jr. und Lorenz Rhode liegen dürfte.

Richtig tiefgründig wird es anfangs nicht, die Tracks plätschern trotz Bläserimprovisationen und weiterer Features (etwa auch vom britischen Singer/Songwriter Tom Misch auf »Yes No Maybe«) recht vorhersehbar dahin. Ausnahmen bilden später crispy Instrumentals wie »Freeqy Polly« und »Ex Machina«, die mit elektronischer Kargheit wohlwollend die Stimmung runterreißen und dem Detroit-Lesezeichen zu etwas mehr Geltung verhelfen. Davon hätte das Album künstlerisch sicherlich noch mehr vertragen können. Andererseits ist das DJ-Duo ständig rund um den Globus unterwegs, und Massenkompatibilität bezahlt bessere Hotelsuiten als düsteres Knöpfchengedrehe im Keller.

Detroit Swindle

High Life

Release: 28.05.2018

℗ 2018 Heist Recordings