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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Cool To Be You

Descendents

Das siebte Descendents-Album unterscheidet sich nicht grundlegend von den bisherigen. ›Cool To Be You‹ fühlt sich angenehm vertraut an, selbst Uschi Glas wirkt kaum zeitloser. Nur dass ›Everything Sucks‹ 1996 noch unverschämter Ohrwürmer brachte. Mittlerweile singt Milo Aukerman irritierende Zahle
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Das siebte Descendents-Album unterscheidet sich nicht grundlegend von den bisherigen. ›Cool To Be You‹ fühlt sich angenehm vertraut an, selbst Uschi Glas wirkt kaum zeitloser. Nur dass ›Everything Sucks‹ 1996 noch unverschämter Ohrwürmer brachte. Mittlerweile singt Milo Aukerman irritierende Zahlen ins Mikro. Was für eine Beziehung ist das, die »vor zehn Jahren« noch besser lief? Was soll das heißen, »I’ve wasted my last 15 years« (siehe ›Tack‹)? Ging es nicht ein paar Songs früher in ›Mass Nerder‹ noch um Stress in der Schule? Wegen der Brille, fehlender Muskeln und so? Wenn Milo die 15 Jahre seiner akademischen Karriere als verschwendet ansieht, was wirft das für ein Licht auf das 1982er-Release ›Milo Goes To College‹? Zumindest ›I Don’t Want To Grow Up‹ (1985) gilt noch. Die auch nicht doofen Bad Religion sind zufrieden als alte Punkrockherren, die Descendents dagegen fragt man nach dem Ausweis, solange die Punkband als Jungbrunnen funktioniert. Selbst bei der dringenden USA-Kritik ›’merican‹ bleiben die Descendents undogmatisch und sachlich. Sie haben jene in einer dieser unverwechselbaren Melodien verpackt.