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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Hooligans & Tiny Hands

Der Hund Marie

Der Hund Marie kläfft jetzt auch ohne seinen Dosenöffner. „Brichst Du Mir Das Herz, Dann Brech’ Ich Dir Die Beine“, so betitelten Olli Schulz Und Sein Hund Marie 2003 ihr gemeinsames Debütalbum, und da hatte der zottelige Partner mit der kalten Schnauze noch den Sidekick-Part. Wer sich hinter dem Hu
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Der Hund Marie kläfft jetzt auch ohne seinen Dosenöffner. „Brichst Du Mir Das Herz, Dann Brech’ Ich Dir Die Beine“, so betitelten Olli Schulz Und Sein Hund Marie 2003 ihr gemeinsames Debütalbum, und da hatte der zottelige Partner mit der kalten Schnauze noch den Sidekick-Part. Wer sich hinter dem Hund Marie versteckt, ist schon lange kein Geheimnis mehr: Max Schröder, fester Keyboarder und Percussionist von Tomte, schlägt hier den Ton an. Bereits vor der Schulz-Kooperation lärmte er in verschiedenen Bands quer durch Norddeutschland. Unter anderem wandelte er mit dem Projekt Le Chien Marie auf Solopfaden. Jetzt gibt es eine weitere Auflage. „Hooligans & Tiny Hands“ heißt das Erstlingswerk, und damit bleibt ihm ein Zimmer in der vertrauten Grand-Hotel-Van-Cleef-Familie sicher. Der Hörer erlebt hier zehn liebevolle Gitarrenpopsongs aus dem Köter-Milieu. Hörenswerte Studien voller verträumter Emotionalität. Alles selbst eingespielt (Gitarre, Keyboard, Bass, Schlagwerk, Gesang), und dabei verliert er nicht mal den Boden unter den Füßen. Das Reime-Monster Marie, mit tierischer Poesie und Melodie, teilt hier viele Zärtlichkeiten aus. Gemeinsam mit seiner Freundin Heike Makatsch (als Pärchen sind die beiden bekannt aus Bunte und Gala) stand er 2005 vor der Kamera: „Keine Lieder über Liebe“. In die hohe Liga der Singer/Songwriter gelangt er mit dieser Platte hier nun zwar noch nicht, aber seinen zerbrechlichen Songs über verwirrte Stimmungen, krankhafte Augenblicke und Zukunftsvisionen hört man oft und gerne zu. „Tears Are Cool, Yeah“! Ein treuer Begleiter auf Lebzeiten. Und Olli Schulz kann dazu nur noch treffend sagen: „Beschall mit diesen Liedern die Roboter, und sie bekommen eine Seele.“