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Im Interview: Tatbestand Schwarze Messe

Depeche Mode

Nach fast dreißig Jahren im Popbiz gibt es die unterschiedlichsten Gründe, Depeche Mode für relevant, genial, beispiellos oder gar unverzichtbar zu halten.
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Nach fast dreißig Jahren im Popbiz gibt es - je nach Jahrgang - die unterschiedlichsten Gründe, Depeche Mode für relevant, genial, beispiellos oder gar unverzichtbar zu halten. Für diejenigen, die die Anfänge der Band 1981 miterlebt haben, wie unser Autor Jürgen Dobelmann, stehen Martin Gore, Dave Gahan und Andrew Fletcher für nicht weniger als den Neubeginn der Popmusik. Hundert Million verkaufte Tonträger später veröffentlichte die Band mit "Sounds Of The Universe" im April 2009 ihr zwölftes Album.

Immer, wenn ich Martin Gore sehe, frage ich mich, ob er heutzutage wohl noch einen Song wie "See You" hinbekäme. Jene knapp vier Minuten Popmagie, gleichsam schlagerhaft-traditionell in Komposition und Vortrag und doch futuristisch-unterkühlt in Produktion und Arrangement, mit denen der damals 21-Jährige im Sommer 1982 seinen offiziellen Einstand als musikalisch Alleinverantwortlicher bei Depeche Mode gab. Damals, nach dem Abschied des bisherigen Bandleaders Vince Clarke.

Die Single, umschmückt vom legendär hübschen Moritz-Rrr-Artwork, wurde in ihrer Heimat zum bis dahin größten Hit der jungen Briten (Platz sechs), bescherte der Band die erste Chartsplatzierung in Deutschland und zerstreute mit einem Schlag sämtliche Bedenken, das Amt des Hauptsongwriters könne zu schwer auf Gores schmalen Schultern lasten. Die versnobten Mädchen aus Southampton mit den skurrilen Frisuren und den Koffern, in denen sich kein Kleidungsstück fand, das nicht schwarz war, brachten die neue Musik per Schüleraustausch damals in meine schwäbische Heimatstadt, in der bis dahin Zappa und die Stones regiert hatten. Und veränderten damit so ziemlich alles.



Je länger ich Martin Gore im März 2009 beim Interview zuhöre, desto mehr bekomme ich das Gefühl, dass er meine Sicht der Dinge partout nicht teilen mag. Nicht nur, dass das von mir so geschätzte Stück seit Jahrzehnten aus dem aktiven Repertoire der Band verschwunden ist, es drängt sich im Verlauf des Gesprächs darüber hinaus der Verdacht auf, dass, hätte der Wahl-Kalifornier seinerzeit über heutiges Know-how nebst Technik verfügt, ein simples Popliedlein wie "See You" vor 27 Jahren in dieser Form nicht entstanden wäre. Vermutlich müsste das besungene Protagonisten-Pärchen beim schüchternen Rendezvous auf der Parkbank heutzutage statt mit romantisierendem Satzgesang nach ca. siebzig Sekunden mit dem ersten akustischen Panzerfaust-Beschuss rechnen.

So wie auf dem neuen Depeche-Mode-Album "Sounds Of The Universe": Spätestens nach drei bis vier Akkorden ohrschmeichlerischer harmonischer Wohltat wird der Hörer dort durch einen vorsätzlich dissonanten Sound-Querschläger aus allen Träumen gerissen oder unvermittelt auf einen weiteren Trip ins Jammertal des Gore'schen Electro-Blues geschickt. Keine Frage, natürlich sind dies genau jene Stilelemente, die die Abermillionen Depeche-Mode-Fans auf der ganzen Welt mit jedem neuen Album heiß herbeisehnen. Dennoch drängt sich die Frage auf, ob der 47-Jährige nach fast dreißig Jahren im Musikbusiness - inklusive Geld-, Fanhysterie-, Drogen- und Scheidungs-Rambazamba - überhaupt noch in der Lage wäre, vier Minuten ungetrübte Pop-Harmonie zu ertragen bzw. zu komponieren. "Für mich ist es so: Das, was wir jetzt machen, ist ganz einfach interessant", erklärt Gore. "Das Klangbild funktioniert. Es ist ja auch nicht so, dass überhaupt keine cleanen Sounds auf der Platte wären, da sind sogar eine ganze Menge. Doch wie wir unsere Klänge kreieren, passt ganz einfach wesentlich besser zu den Songs, die wir heutzutage schreiben."

Zugegeben: Völlig reizlos ist die Art und Weise, wie die Band ihre Songs unter der Anleitung von Produzent Ben Hillier (Elbow, Blur, Doves etc.) mit z. T. kruden und sperrigen Klangpartikeln würzt, natürlich nicht. Doch Anhänger der Frühphase der Electropop-Pioniere fragen sich mit jedem neuen Longplayer erneut und hiermit abermals in diesem Text: Wird sich das Trio wohl jemals wieder auf jene Tugenden besinnen, die ihm einst den Aufstieg zur Chartsband ermöglicht haben? Für viele Pop-Nostalgiker manifestiert die minimalistische Aufgeräumtheit der ersten beiden Depeche-Mode-Alben das offizielle und endgültige musikalische Ende der unerträglich schwülstigen Ausschweifungen des vorangegangenen Jahrzehnts. Oder war das am Ende vielleicht alles nur ein Missverständnis?

"Als wir anfingen, waren wir zwar tatsächlich Synthesizer-Puristen, aber ursprünglich kamen wir alle von der Gitarre", erinnert sich Gore. "Ich fing damit an, als ich dreizehn war. In der ersten Besetzung war Vince Gitarrist, und Andy spielte Bass. Dann beschlossen wir aber, reine Elektronik-Musik zu machen. Es waren die frühen Achtziger, es gab diese Synthie-Popszene, und wir passten da sehr gut rein. Damals ging es nicht um verzerrte Synthie-Sounds, und wir verwendeten auch keine Gitarren. Aber mit der Zeit entwickelten wir uns weiter und nahmen eine ganze Reihe weiterer Instrumente hinzu. Wir experimentierten."

Klar, wenn man die Dekonstruktion des eigenen Ausgangsmaterials als Fortschritt begreift, wird man es kaum als erstrebenswert empfinden, zu den embryonalen Wurzeln seines Schaffens zurückzukehren. Und ganz gewiss spielt auch die schleichende Amerikanisierung der Band eine nicht unerhebliche Rolle. Irgendwann zwischen den Depeche-Mode-Alben "Music For The Masses" (1987) und "Violator" (1990) packte Martin Gore, diesen blassen jungen Mann aus dem englischen Basildon, der Blues-Virus. Drei Jahre später kam auf dem Album "Songs Of Faith And Devotion" schließlich noch Gospel hinzu. Dass es der Band, deren Musik sich zu Beginn der Karriere noch prägnant auf "Kraftwerk meets UK-Pop" herunterbrechen ließ, trotz ihrer Hinwendung zur afroamerikanischen Ur-Musik gelang, ohne erwähnenswerte Popularitäts-Krise weiterhin über alle Maßen erfolgreich zu sein, zählt mit Sicherheit zu den faszinierendsten Meisterleistungen der jüngeren Musikgeschichte. Betrachtet man parallel, wie (kommerziell) kläglich alle anderen britischen Zeitgenossen des Genres ihre Versuche gestalteten, US-affine Elemente in ihren technisierten Ursprungssound zu integrieren, erscheint das Phänomen Depeche Mode fast wie ein Wunder - das keineswegs alleine mit den unübersehbaren Live-Qualitäten von Rampensau Dave Gahan erklärt werden kann.

In der zweiten Hälfte der Achtzigerjahre waren Human League (R'n'B), Heaven 17 (Funk), Ultravox, OMD und Tears For Fears (allesamt AOR-Rockpop) mit ihren Back-to-someone-else's-roots-Ambitionen und dem damit verbundenen lukrativen Crossover in den US-Markt - trotz einiger kurzfristiger Erfolge - der Reihe nach gescheitert. Auch Bands angrenzender New-Wave-Genres wie Spandau Ballet und ABC bissen sich am musikalischen "Soul-Searching" die Zähne aus. In vielen Fällen folgte das Komplettfiasko: Ihr europäisches Stammpublikum hatten die ehemaligen New-Romantic-Stars mit der unverhohlenen US-Anbiederung erfolgreich für alle Zeiten vergrätzt, jedoch auch keine neuen Zielgruppen in Übersee erschlossen. Nicht einmal Soft Cell, die mit Synth-Pop-Versionen der unzerstörbaren Northern-Soul-Klassiker "Tainted Love" und "What" ihre ersten Hits einfuhren, waren in der Lage, den Spagat zwischen weißer und schwarzer Musik in lang anhaltende internationale Erfolge umzumünzen. Hierzulande machten es die Münsteraner Synthie-Pop-Shootingstars Alphaville 1986 auch nicht besser und verabschiedeten sich mit launigem Electro-Motown inklusive Soul-Backgroundgesang auf Nimmerwiedersehen aus dem Kreis der Chartskandidaten.








Kontinuität ist die neue Veränderung
Auch ein zweites Pop-Gesetz scheint für Depeche Mode nicht zu gelten: Statt wie etwa Madonna, deren oft bemühte Fähigkeit, sich jedes Mal neu zu erfinden, der angebliche Grund für ihren dauerhaften Erfolg sein soll, setzen Martin Gore und Co. von jeher auf Kontinuität und Wiedererkennung - wenngleich unbeabsichtigt. "Ob du es glaubst oder nicht, wir sind der Meinung, dass jedes Album komplett anders als das vorhergehende ist. Aber es ist nun mal so: Auch wenn wir den Eindruck haben, etwas geschaffen zu haben, das eine Million Meilen von dem entfernt ist, was wir davor gemacht haben - es wird immer noch klingen wie wir. Es gibt einfach ganz bestimmte wiedererkennbare Dinge, denen wir nicht entkommen können. Dave hat eine sehr spezielle und Gott sei Dank einzigartige Stimme. Und auch die Art und Weise, wie ich Songs schreibe, hat einfach einen bestimmten Sound." Dass es mit dem Wunsch nach stilistischem Umbruch allerdings nicht ganz so weit her sein kann, belegt bereits die Tatsache, dass mit Fotografen-Legende Anton Corbijn seit nunmehr zwanzig Jahren immer dieselbe Person für das Artwork der Band verantwortlich ist. Und warum auch nicht?

Ben Hillier, der nun bereits das zweite Depeche-Mode-Album in Folge betreuen darf und damit die fast schon traditionelle Produzenten-Rotation vorerst beendet, ist ebenfalls eher ein Signal der Beständigkeit als des Wandels. "Ben hat uns sehr geholfen, den richtigen Weg zu finden, indem er die Chef-Rolle im Studio übernommen hat", erklärt Dave Gahan. "Es war sehr gut, jemanden zu haben, der uns auch mal widerspricht." - "Wir waren von den Ergebnissen mit Ben bei 'Playing The Angel' sehr angetan", ergänzt Martin Gore. "Er ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse, und wir wollten die Atmosphäre von damals wiederherstellen. Er hatte Kapazitäten und wollte ebenfalls wieder mit uns arbeiten, also dachten wir: Warum sollen wir nach jemand anderem suchen?"

Offenheit ist die neue Privatsphäre
Erstmals in ihrer Geschichte ließ die Band die Weltöffentlichkeit bei der Arbeit zuschauen. Die zahlreichen Webclips, die von den Musikern in den vergangenen Monaten ins Netz gestellt wurden, zeigen eine legere Truppe mehr oder weniger euphorisierter Endvierziger, die in unaufgeräumt wirkenden, Hobbyraum-artigen Räumlichkeiten im Dämmerlicht mit allerlei musikalischen Gerätschaften zugange sind. Bestand nie die Angst, dadurch so etwas wie den letzten Depeche-Mode-Mythos preiszugeben? "Überhaupt nicht. Ich denke, das war eine gute Sache, denn ich hatte den Eindruck, dass die Leute aus irgendwelchen Gründen annehmen, wir hätten keinen Spaß im Studio. Nun können sie sehen, dass wir tatsächlich lachen und eine gute Zeit haben." Die Online-Zurschaustellung war allerdings nicht der alleinige Grund für Andrew Fletcher, seine Kollegen Stunde um Stunde beim Jammen, Singen, Experimentieren und Tischfußballspielen zu filmen. Das ausgiebige Handheld-Footage soll als exlusive content des üppigen "Sounds Of The Universe"-Boxsets, das neben der normalen CD in den Handel kommt, einen zusätzlichen Kaufanreiz für das physische Produkt bieten. Außerdem finden sich auf den drei (!) CDs plus DVD neben Remixen einiger Albumtracks und Demoversionen älterer Depeche-Mode-Songs auch knapp ein halbes Dutzend (!) brandneuer Stücke, die es nicht auf das eigentliche Album geschafft haben.



"Ich hatte so viele Songs geschrieben wie noch nie zuvor für eine Platte", erklärt Martin Gore den kompositorischen Überschuss. "Der Grund dafür ist allerdings völlig simpel: Ich hatte ein komplettes Jahr Zeit für das Songwriting, weil ich warten musste, bis Dave sein zweites Soloalbum aufgenommen, veröffentlicht und zu Ende promotet hatte." Um seinen Kollegen nicht noch länger zappeln zu lassen, verzichtete dieser schließlich sogar auf eine Konzertreise. "Ich wusste, dass Martin bereits Songs für das nächste Album geschrieben hatte", erklärt Gahan, "deshalb bin ich nicht auf Tour gegangen. Wir trafen uns im Februar 2008 in Martins Haus, um uns gegenseitig Songs vorzuspielen. Ich hatte fünf Stücke dabei, von denen drei nun auf dem Album sind." Das entspannte Arbeiten hatte nicht nur Auswirkungen auf die Quantität von Gores Output. "Martins Demo-Aufnahmen waren so gut, dass ich ihm vorschlug, ein Soloalbum daraus zu machen", erinnert sich der Sänger, "doch er wollte unbedingt ein Depeche-Mode-Album mit meiner Stimme. Einen Monat vor den eigentlichen Aufnahmen ging ich also mit seinen Demos in mein New Yorker Studio und übte die Songs, bis ich sie aus dem Effeff beherrschte. Das hatte zur Folge, dass ich extrem gut vorbereitet und mit einem guten Gefühl zu den Aufnahmen kam. Leider hat man nicht oft die Gelegenheit, so zu arbeiten."

Unter den zwanzig Songs, die so entstanden, findet sich mit "Oh Well" auch eine absolute Premiere: Es ist nach 29 Jahren Depeche Mode das erste Lied, das Martin und Dave gemeinsam als Komponisten ausweist. Eine mittelschwere Revolution - schließlich ist Gore für seine Unfähigkeit zum gemeinschaftlichen Songwriting berühmt. Die Anekdote hinter dem Autoren-Credit löst das Rätsel: "Wenn ich mit jemandem einen Song schreibe, sitze ich natürlich am liebsten zusammen mit der Person in einem Raum", erklärt Gahan, "mit Martin ist das noch nicht passiert, aber ich würde das für die Zukunft nicht ausschließen. Er hatte dieses Instrumental geschrieben, und ich nahm es mit nach New York, probierte ein paar Sachen damit aus, fügte eine nörgelige Gesangsmelodie dazu und nahm sie in meinem Studio auf. Als ich Ben und Martin das Ergebnis vorspielte, gefiel es ihnen - was mich ziemlich überraschte. Ich habe mich quasi in einen seiner Songs hineingedrängt. Er wird auf der Deluxe-Box enthalten sein."

Solidarität für Miller
Dass das neue Album über den üblichen Weg Mute/EMI in die Läden und Download-Shops kommt, war nicht von vornherein klar. Auch die Millionseller Depeche Mode, die eine treue, jahrzehntelang gewachsene Fan- und Käuferschaft hinter sich wissen, machten sich in den gegenwärtigen Zeiten des Umbruchs der Musikindustrie Gedanken über alternative Vertriebs-Modelle. "Unser Deal mit EMI war nach 'Playing The Angel' ausgelaufen, wir mussten uns also ernsthaft Gedanken machen, welchen Weg wir einschlagen wollen", erinnert sich Martin Gore. "Wir haben uns dann alle Möglichkeiten genau angeschaut, den 'Radiohead-Weg', den 'Live Nation 360 Grad'-Deal. Und nachdem wir alles Punkt für Punkt auseinandergenommen hatten, beschlossen wir - hauptsächlich wegen [Mute-Gründer] Daniel Miller und unserer Beziehung zu ihm -, einen weltweiten Deal mit EMI für ein weiteres Album abzuschließen." Dass allerdings weder Band noch Plattenfirma der aktuellen Entwicklung ihrer Branche trauen, verdeutlicht die kurze Laufzeit. "Für uns ist das ideal", sagt Gore, "wir wissen ja schließlich nicht, wo die Plattenindustrie in drei oder vier Jahren stehen wird."

Allzu große Befürchtungen, durch die aktuelle Wirtschaftslage auch finanziell in Mitleidenschaft gezogen zu werden, verspürt der Songwriter zwar nicht, Sorgen macht er sich angesichts der aktuellen Entwicklungen aber trotzdem: "So viele Leute verlieren Woche für Woche ihre Jobs, das macht natürlich Angst", sagt er. "Ich selbst bin natürlich sehr begünstigt, ich kann immer noch Musik machen, und meine Sachen verkaufen sich. Ich sorge mich weniger um mich selbst als um die Welt an sich." Anzeichen für ein gesunkenes Interesse an seiner Band sind tatsächlich nicht auszumachen - ganz im Gegenteil. Die Tickets für die vor einigen Wochen angekündigte Welttour waren in Windeseile ausverkauft - noch bevor irgendwelche Details über Single- oder Albumveröffentlichungen bekannt gegeben worden waren. Und auch der Gedanke, er könne irgendwann einmal an den Bedürfnissen und Anforderungen des Marktes vorbeikomponieren und -produzieren, erscheint Gore unvorstellbar. "Sollte eines Tages eines unserer Alben nur ein Bruchteil des Vorgängers verkaufen, dann, denke ich, würden wir das als Folge der Krise der Musikindustrie oder deren Versagen interpretieren. Es ist ja weiß Gott nicht so, dass Musik heutzutage weniger populär wäre als früher."


Update: Zusammen mit Beatport rufen Depeche Mode erstmals auch zu einem Remixwettbewerb auf. Hier kann man sich die einzelnen Spuren der Single "Peace" (kostenpflichtig) herunterladen, der Gewinner-Remix wird über Beatport / Mute veröffentlicht! 

Aktuelles Album:
Depeche Mode
"Sounds Of The Universe"
CD/Vinyl // Mute / EMI



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