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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

White Pony

Deftones

Auf dieses neue Werk der fünf Kalifornier dürften jede Menge ungeduldige Lauscher gewartet haben. Nach Alben wie “Adrenalin” (1995) und dem Nach- oder besser Aufschlag “Around The Fur” (1997) sind die Deftones in luftige Höhen des Hardcore-Metal-Himmels aufgestiegen. Aber von
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Autor: intro.de

Auf dieses neue Werk der fünf Kalifornier dürften jede Menge ungeduldige Lauscher gewartet haben. Nach Alben wie “Adrenalin” (1995) und dem Nach- oder besser Aufschlag “Around The Fur” (1997) sind die Deftones in luftige Höhen des Hardcore-Metal-Himmels aufgestiegen. Aber von wegen Ikarus. Mit “White Pony” ist an einen Absturz nicht zu denken. Gitarrensirenen kündigen in “Feiticeira” liebgewonnene Härte an, die beschwörend und bedrohlich die Traurigkeit Chino Morenos durchfließt. Auch “Elite” oder “Knife Party” intensivieren das Gekannte mit dieser aufgeheizten Symbiose aus Haß und Melancholie. Erstaunen und einen fragenden Blick zwängt dem Zuhörer dann plötzlich der Song “Teenager” auf. Denn Chino Moreno haucht gänsehautbeschwörend Kindheitserinnerungen wach, umstrudelt von TripHop-Beats und einer ungewohnt sanft behandelten Akustikgitarre - weit weg von allen Roots, aber dennoch wunderschön. Sonst gibt “White Pony” allerdings wenig Anlaß zur Ruhe. Druckvoll jagt in perfider Manier das Pony gegen das Trommelfell und läßt keinen Platz für Zweifel.