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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

Halcyon Digest

Deerhunter

Die Geilheit des schier unerschöpflichen Postpunks amerikanischer Fasson.
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Die Geilheit des schier unerschöpflichen Postpunks amerikanischer Fasson.

Ein bisschen hat es gedauert, bis jener ewige Geheimtipp aus Atlanta zum Viertling ansetzte. Grund: Bradford Cox, Mastermind mit Marfan-Syndrom, Kleidertick und enormen Drama-Queen-Qualitäten, hatte sich etwas vom Bandgeschäft zurückgezogen, um sein musikalisch weitschweifiges Solo-Schaffen zwischen antiquiertem Girlie-Pop und Fin-de-Siècle-Ambient unter dem Namen Atlas Sound mithilfe einiger illustrer Gäste aus den Dunstkreisen um Stereolab, Panda Bear und Animal Collective voranzutreiben.

Nun aber strickt das Quartett um Cox in guter alter DIY-Manier seinen Postpunk fort. Das geht los mit einer herrlich verhallten Zeitlupennummer. Die sich daran anschließenden elf Songs sind jedoch weniger überraschend und viel handzahmer, als man es von diesen ungekrönten Adligen des schrasseligen Garage-Psych-Space-Rock hätte erwarten können. Ein schönes Detail: Das letzte Stück der von Ben Allen produzierten Scheibe ist eine Hommage an den kürzlich verstorbenen Garage-Punk-Hero und Freund der Band Jay Reatard.

In drei Worten: Drama / Dranbleiben / Postpunk