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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»The Magic«

Deerhoof

Auf ihrem neuen Album entfesseln Deerhoof meisterlich die Magie einer verspielten Bandprobe ohne Messer im Kopf und Pistolen auf der Brust. Sie mischen alles zusammen und brauen einen Zaubertrank, der auch die müdesten Hörer auf die Beine bringt.
Geschrieben am
Für ihr alchemistisches Experiment haben sich Deerhoof in ein leeres Büro in der Wüste New Mexicos zurückgezogen und sich an all die Dinge erinnert, die sie als staunende Kinder hörten. Damals wurden spontan Mix-Kassetten gebastelt, auf denen sich Hair Metal, HipHop und Punkrock abwechselten. Alles erschien magisch, es gab keine Regeln und keine Grenzen. Ganz bezaubernd bei dieser Herangehensweise ist der Gesang von Sängerin und Bassistin Satomi Matsuzaki, die dem Werk einen spielerischen und noch schieferen Charakter verleiht. Auf »The Magic« scheint es so, als spielten Deerhoof einfach drauflos, ohne lange an den Ergebnissen zu feilen. Das wirkt rau, lebendig und authentisch. Das Album entwickelt schnell eine Wucht, die den Hörer ob seiner Vielfalt und Spielfreude umhaut. Es wirft aber auch die Frage auf, wie oft diese Kassette abgespielt werden kann, bevor sie endgültig ausleiert. Schließlich fragt man sich beim Anhören alter Mixtapes ständig, was man sich damals eigentlich dabei gedacht hat. Die Gefühle des Moments kann man eben weder auf Band noch auf CD konservieren.

Deerhoof

The Magic

Release: 24.06.2016

℗ 2016 Deerhoof

Deerhoof »The Magic« (Altin Village & Mine / Indigo / VÖ 24.06.16)