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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Day Fever«

Dear Reader

Dear Readers »Day Fever« ist ein Album über Angst, das passend dazu unsicher und intensiv klingt.
Geschrieben am
Cherilyn MacNeil macht nun bereits seit zehn Jahren Musik und ist live nichts anderes als bezaubernd. Die Singer/Songwriterin aus Südafrika lebt in Berlin, und »Day Fever« ist ihr viertes Album. Aufgenommen wurde es in zehn Tagen in San Francisco, und das analog. Das heißt, es gab meist einen, maximal zwei Takes. Mit diesem Hintergrundwissen sind die elf Nummern umso beeindruckender, und es erklärt deren Reduziertheit, die leider an den Grenzen der Langeweile kratzt. MacNeil hat nicht viel gewagt: wenige Instrumente, wenige Experimente, keine Ausreißer. Star dieser Platte ist ihre Stimme, die sich mehr als zuvor in die Hörorgane gräbt. MacNeil teilt auf »Day Fever« einige sehr intime Momente mit ihren Hörern. Schon die erste Single konnte kein schwereres Thema haben: »I Know You Can Hear It« handelt von Leben und Tod. In »Then, Not Now« folgt dann die ganze Wahrheit: »Right now my views seems rather dark.« Aber es wird auch schön: »Nothing Melodious« verspricht im Titel zwar das Gegenteil, ist aber der Song, der am Ende in Erinnerung bleiben wird. Sonst ist jedoch alles sehr monoton und schläfrig. Digital ist vielleicht doch besser.

Dear Reader

Day Fever

Release: 24.02.2017

℗ 2017 City Slang