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»Ordinary Corrupt Human Love«

Deafheaven

Wer gedacht hat, dass Deafheaven nach »Sunbather« nicht mehr steigerungsfähig sind, wird von der Band eines Besseren belehrt.

Geschrieben am

Wenn etwa zur Mitte von »Ordinary Corrupt Human Love« der Song »Near« mit all seiner Melancholie und Melodie einsetzt, würde zunächst niemand an Deafheaven denken. Zwar hat die Band aus San Francisco aus ihrer Romantik nie einen Hehl gemacht, sie hat sogar die Romantik im Black Metal herausgearbeitet und ihn mit Shoegaze und Postrock verwoben. Aber so gekonnt wie auf diesem vierten Album hat das noch nie geklungen.

Träumerische Melodien treffen auf großartige Riffs, kunstvolles, fast proggiges, aber nie aufdringliches Drumming und natürlich eine fauchende Blackgaze-Breitseite. Ein einzigartiger Song wie »Canary Yellow« lädt sogar zum Sing-along ein, bei »Glint« übernimmt die Leadgitarre ganz klassisch die Führung, aber all das nie anbiedernd, sondern immer extrem songdienlich. Von »Night People« könnten The xx ohne große Veränderungen ein Cover anfertigen, trotzdem wirkt der Song nicht wie ein Fremdkörper.

Denn »Ordinary Corrupt Human Love« (benannt nach Graham Greens Roman »The End Of The Affair« von 1951) atmet Selbstbewusstsein und möchte sich nicht mehr damit beschäftigen, wie sehr oder wie wenig Deafheaven Metal sind. Pop wird einfach integriert, pusht die Dynamik und trifft auf ein Songwriting, das alle Qualitäten der Band auf den Punkt bringt. Wenn »Sunbather« Deafheaven der Welt bekannt gemacht hat, ist »Ordinary Corrupt Human Love« das Meisterstück, auf das sich alle einigen können.

Deafheaven

Ordinary Corrupt Human Love

Release: 13.07.2018

℗ 2018 Deafheaven, under exclusive license to Anti

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