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INTRO – Über 27 Jahre dein Magazin für Popkultur und Kontrollverlust. Der aktive Betrieb ist eingestellt. Hier findest du weiterhin das gesamte digitale Archiv 1992-2018.

»Pet Obituaries«

Dead Kittens

Dead Kittens sind ein niederländisch-israelisches Dada-Krach-Projekt, das die Referenz-Kiste ordentlich durchschüttelt. Sie passen zielgenau in keine Schublade – oder ist das etwa schon wieder Punk?
Geschrieben am
Der niederländische Comiczeichner Dirk Verschure und der aus Israel stammende und in Berlin lebende Produzent Oded K.dar trafen sich in der deutschen Hauptstadt und beschlossen spontan, ihre Wut in einem Musikprojekt zu kanalisieren. Schlagzeug, Bass, Samples und rotzig gesprochene oder gebrüllte Texte holen zwar nicht direkt den Innovationspokal ab, trotzdem sind Dead Kittens schon bei diesem Debüt durchaus eigensinnig. Bass und Schlagzeug dröhnen wie bei der 1990er-Crossover-Band Clawfinger, während die textliche Ebene und auch die zusätzlichen Sounds eher an die niederländischen Anarcho-Punks The Ex erinnern.

Es ist inzwischen genug Zeit vergangen, um diese weit voneinander entfernten Assoziationen frech und neu zusammenzufügen. Der Fokus dieses Duos liegt ohnehin wohl eher im Live-Bereich, wo man die Wut gezielt und mit Spaß abfeiern kann. Bei den Aufnahmen im Heimstudio ging es dagegen um das Vermischen von vermeintlich unvereinbaren Klängen. Momente mit Wettbewerbscharakter gibt es reichlich, Ministry, Melt Banana oder Dead Kennedys fliegen vorbei, eher mit humorvoller Provokation als mit der Vorgabe, einen relevanten Teil zur Musikgeschichte beizutragen.

Noisolution (Soulfood)

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